31 May 2026, 06:20

"36 Boys": Wie eine Berliner Gang die 80er prägte und Tim Raues Leben veränderte

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

"36 Boys": Wie eine Berliner Gang die 80er prägte und Tim Raues Leben veränderte

Ein neues Buch enthüllt die harte Realität der Berliner Gangkultur der 1980er-Jahre am Beispiel der „36 Boys“

Der Journalist Paul Christoph Gäbler dokumentiert in seinem Werk ihren Aufstieg, die Konflikte und die brutalen Aufnahmerituale, die Mitglieder über sich ergehen lassen mussten. Unter ihnen war Tim Raue, der sich als Teenager der Gruppe anschloss und bis heute die Narben – sowohl körperliche als auch seelische – aus dieser Zeit trägt.

Die „36 Boys“ formierten sich in Berlin-Kreuzberg, angetrieben vom Verlangen nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Mit etwa 30 bis 40 Mitgliedern gerieten sie regelmäßig in Auseinandersetzungen mit verfeindeten Gangs, von denen einige bis zu 60 Köpfe zählten. Schlägereien waren an der Tagesordnung, und Raue gibt offen zu, dass er oft fliehen wollte, aber wusste: Er musste sich behaupten.

Mit 14 Jahren stieg Raue in die Gang ein und blieb bis zu seinem 16. Lebensjahr dabei. Seine Initiation bestand darin, sich drei Minuten lang gegen zwei Mitglieder durchzusetzen. Der Kampf hinterließ eine Gesichtsverletzung, die er noch heute als Mahnmal dieser Zeit trägt. Gäblers Buch „36 Boys: Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde“ schildert diese Erlebnisse detailliert – von Raues Kämpfen bis zum gewalttätigen Ruf der Gruppe.

Heute lehnt Raue Gewalt ab, doch er räumt ein, dass die Bindung an die Gang in seiner Jugend unwiderstehlich war. Das Buch untersucht, wie eine eng zusammengewachsene Gruppe von Teenagern in einem rauen Viertel nach Identität suchte – trotz der wachsenden Risiken.

Die „36 Boys“ hinterließen Spuren in der Berliner Geschichte, und ihre Story ist nun in gedruckter Form festgehalten. Raues Schilderungen zeigen den körperlichen und psychischen Tribut, den das Gangleben forderte, während das Buch schonungslos aufdeckt, warum sich junge Menschen davon angezogen fühlten. Ihr Erbe bleibt ein eindringliches Beispiel dafür, wie weit manche für Akzeptanz zu gehen bereit sind.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle