09 May 2026, 04:17

Alabali-Radovan lehnt Abschiebungsdebatten über Syrer strikt ab

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien und Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von Text und Grafiken.

Alabali-Radovan lehnt Abschiebungsdebatten über Syrer strikt ab

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan positioniert sich gegen Debatten über Abschiebungen von Syrern

Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat sich gegen Diskussionen über die Abschiebung von Syrern ausgesprochen. Gleichzeitig kritisierte sie Forderungen, wonach Syrer „endlich“ einen Beitrag zum Wiederaufbau ihres Landes leisten müssten. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen einer Veranstaltung zum Jubiläum der Plattform Neuer Aufbruch für Syrien.

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Alabali-Radovan betonte, dass sich viele Syrer bereits seit Langem – auch aus Deutschland heraus – am Wiederaufbau ihres Heimatlandes beteiligten. Bei der Jubiläumsfeier berichteten Teilnehmer von ihrer kontinuierlichen Arbeit für die Erholung Syriens. Viele hoben ihre engen Bindungen an die deutsche Gesellschaft hervor und unterstrichen zugleich ihr Engagement für die Unterstützung ihrer Heimat. Die Ministerin würdigte diese Leistungen und verwies darauf, dass Syrer seit Jahren aktiv am Wiederaufbau mitwirkten.

Gleichzeitig warnte sie, dass die aktuellen Debatten über Zwangsrückführungen bei Syrern in Deutschland Verunsicherung auslösten. Diese Unsicherheit sei unnötig und kontraproduktiv, so Alabali-Radovan. Als Reaktion kündigte sie Pläne an, die Kompetenzen der syrischen Diaspora-Gemeinschaften stärker in die deutschen Entwicklungsprojekte einzubinden.

Deutlich zeigte sich ihre Verärgerung über Stimmen, die von Syrern nun „endlich“ mehr Einsatz forderten. Solche Aussagen seien irreführend, da viele bereits seit Jahren am Wiederaufbau Syriens arbeiteten, erklärte die Ministerin. Ihre Aussagen zielen darauf ab, den Fokus von Abschiebungsdebatten hin zu praktischer Zusammenarbeit zu lenken. Ihr Vorschlag sieht vor, die Rolle syrischer Expertise in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit institutionell zu verankern.

Unterdessen setzen Syrer in Deutschland ihre Bemühungen fort, den Wiederaufbau zu unterstützen – während sie gleichzeitig ihr Leben im Land gestalten.

Quelle