Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein Stück antike Geschichte
Lilian BarthGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für ein Stück antike Geschichte
Augsburg bekommt nach Jahren der Planung ein neues Römermuseum
Das Vorhaben hat einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht: Die bayerische Staatsregierung hat 30 Millionen Euro für das Projekt zugesagt. Das Museum soll die reiche Geschichte der Stadt als bedeutende römische Siedlung und ehemalige Hauptstadt der Provinz Raetien erlebbar machen.
Das letzte Römermuseum Augsburgs musste 2012 wegen baulicher Mängel schließen. Seither arbeiteten Verantwortliche an einem Nachfolger. Nun, mit Rückendeckung aus München, könnte das neue Museum bis 2033 fertiggestellt werden – vorausgesetzt, der Augsburger Stadtrat gibt grünes Licht.
Die Gesamtkosten werden auf 60 Millionen Euro geschätzt, wovon das Land die Hälfte übernimmt. Zudem erhält das Museum einen eigenen Standort: ein staatseigenes Grundstück in der Karmelitengasse, früher ein Gefängnisareal. Das Gelände wird speziell für das Projekt übertragen.
Die Ausstellung wird eng mit der landesweiten Initiative Römisches Bayern verknüpft, die von der Archäologischen Staatsammlung München getragen wird. Aktuelle Funde, die der Archäologe Dr. Sebastian Gairhos in einem Vortrag im Juni 2025 vorstellte, könnten eine zentrale Rolle spielen. Die in Augsburg geborgenen Objekte wurden bereits im Kelten Römer Museum Manching präsentiert und könnten die künftigen Schauräume prägen.
Mit der Finanzierungszusage rückt Augsburg näher an die Wiederbelebung seines römischen Erbes für Besucher. Bei einer Genehmigung öffnet das Museum 2033 und bietet dann einen modernen Raum für Exponate und Forschung. Zudem sichert das Projekt einen dauerhaften Standort für die laufenden archäologischen Arbeiten in der Region.






