Bayer 04 Leverkusen kämpft um sein umstrittenes Nachwuchsleistungszentrum in Monheim
Artur HofmannBayer 04 Leverkusen kämpft um sein umstrittenes Nachwuchsleistungszentrum in Monheim
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Nachwuchsleistungszentrum – nun hat der Verein nach der Prüfung von 70 möglichen Flächen Monheim am Rhein ausgewählt. Doch das Projekt stößt auf massiven lokalen Widerstand.
Das geplante Zentrum soll zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingstrecken umfassen. Aufgrund der Kritik hat Bayer 04 die ursprünglichen Pläne bereits mehrfach verkleinert. Die aktuelle Version stellt die kleinste Ausführung dar, die noch den sportlichen und betrieblichen Anforderungen des Clubs gerecht wird.
Seit den Kommunalwahlen 2025 blockiert ein Bündnis aus Politikern das Vorhaben mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken. Sportdirektor Simon Rolfes warnt vor schweren Folgen, falls das Zentrum nicht gebaut wird: Es sei „entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit“ des Vereins. Zudem hätten die meisten Bundesliga-Konkurrenten Bayer 04 in Sachen Infrastruktur bereits überholt.
Auch Bayer-AG-Chef Bill Anderson verfolgt die Entwicklungen in Monheim mit großer Aufmerksamkeit. Doch das Projekt bleibt vorerst in der Schwebe. Ohne das Leistungszentrum droht Bayer 04 im Vergleich zu anderen Top-Klubs weiter zurückzufallen. Die Zukunft des Vorhabens hängt nun davon ab, ob der politische Stillstand in Monheim überwunden werden kann.
