13 June 2026, 16:15

Bayerns Regionalzüge werden immer unzuverlässiger – Pünktlichkeit auf Tiefstand

GDL sieht aktuelle Qualitätszahlen als Warnsignal für den Schienenverkehr

Bayerns Regionalzüge werden immer unzuverlässiger – Pünktlichkeit auf Tiefstand

Pünktlichkeit bei Bayerns Regionalzügen sinkt seit fünf Jahren in Folge

2025 erreichten nur noch 84,9 Prozent der Regionalverbindungen ihr Ziel pünktlich – bei den Fernzügen lag die Pünktlichkeitsquote sogar bei nur 60,1 Prozent.

Fast die Hälfte aller Verspätungen geht auf Infrastrukturprobleme und laufende Baustellen zurück. Kurzfristige Änderungen an Arbeitsplänen und Fahrplänen setzen Lokomotivführer, Zugbegleiter, Fahrdienstleiter und Leitstellen zusätzlich unter Druck.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erkennt zwar die Notwendigkeit von Modernisierungen an, besteht jedoch darauf, dass zunächst die bestehenden Schwachstellen behoben werden müssen. Jahrzehntelange Unterfinanzierung lasse sich nicht von heute auf morgen ausgleichen, argumentiert die Gewerkschaft. Zudem fordert sie bessere Fahrgastinformationen, um die Auswirkungen der Probleme abzumildern.

Für Reisende sind die Folgen spürbar: Zugausfälle, überfüllte Bahnhöfe, überlastete Wagen und verpasste Anschlüsse. Der anhaltende Rückgang der Pünktlichkeit spiegelt die anhaltenden Infrastrukturprobleme wider. Sowohl im Regional- als auch im Fernverkehr kommt es weiterhin zu Verspätungen und Störungen – die Fahrgäste müssen sich weiterhin mit den Herausforderungen eines überlasteten Schienennetzes arrangieren.

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