Berlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2035 – auch am Tempelhofer Feld
Artur HofmannBerlin plant 56.000 neue Sozialwohnungen bis 2035 – auch am Tempelhofer Feld
Berlin plant in den nächsten zehn Jahren einen massiven Ausbau bezahlbaren Wohnraums. Die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften der Stadt wollen bis 2035 rund 56.000 neue Wohnungen errichten und damit etwa 120.000 Bewohnerinnen und Bewohner unterbringen. Ein zentraler Standort in der Diskussion ist das Tempelhofer Feld, wo Neubauten helfen könnten, die wachsende Nachfrage zu decken.
Der Vorstoß für mehr öffentlichen Wohnraum erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Berlins landeseigene Unternehmen ihre Bestände ausbauen wollen. Bis 2030 soll die Zahl der von ihnen verwalteten Wohnungen von 408.000 auf 440.000 steigen. Der Großteil dieses Wachstums wird durch Neubauten realisiert, wobei auch der Ankauf bestehender Immobilien in Frage kommt – sofern dies finanziell tragbar ist.
Ein Vorschlag aus der Zivilgesellschaft sieht vor, am Rand des Tempelhofer Felds 21.400 Wohnungen zu bauen. Dieser Plan würde die im Tempelhofer-Feld-Gesetz vorgeschriebenen 200 Hektar offene Wiesenfläche erhalten. Bei einer Umsetzung könnten dort schätzungsweise 50.000 Menschen wohnen, ohne dass die geschützten Grünflächen verkleinert werden müssten.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigt sich offen für eine teilweise Bebauung des Geländes. Sollten die Pläne wie vorgesehen umgesetzt werden, könnte die Gesamtzahl der öffentlichen Wohnungen in Berlin bis 2035 auf fast 465.000 steigen.
Mit dem Ausbau des landeseigenen Wohnungsbestands will die Stadt Berlins wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum decken. Durch Neubauten und eine mögliche Entwicklung am Tempelhofer Feld könnten Tausende Menschen ein Zuhause finden, während gleichzeitig geschützte Grünflächen erhalten bleiben. Die erste Wachstumsphase konzentriert sich darauf, den Bestand bis 2030 auf 440.000 Wohnungen zu erhöhen.






