24 March 2026, 16:21

Berlin startet historische Strategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit

Eine große Gruppe von Menschen mit Fahnen und Schildern mit Text, darunter "Lgbtq+ Rechte Demonstration in Berlin", vor einem Gebäude mit einem Kran und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Berlin startet historische Strategie gegen Queerfeindlichkeit und für mehr Sicherheit

Berlin hat eine umfassende Strategie gestartet, um die Sicherheit und Lebensbedingungen queerer Menschen zu verbessern. Der Plan folgt auf einen besorgniserregenden Anstieg queerfeindlicher Straftaten im vergangenen Jahr, bei dem 588 Vorfälle gemeldet wurden – darunter 127 gewalttätige Angriffe. Die Behörden bezeichnen die Initiative als die erste ihrer Art in einem deutschen Bundesland.

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Die Strategie entstand in einem breiten Konsultationsprozess mit über 400 Beteiligten. Sie umfasst Maßnahmen wie geschlechterneutrale Duschen und Toiletten in allen Neubauten von Schulen. Zudem wird in jedem Berliner Bezirk eine Anlaufstelle eingerichtet, die Beratung und Unterstützung bei Diskriminierungserfahrungen anbietet.

Der Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen soll verstärkt werden, insbesondere in Gebieten, die bereits durch queerfeindliche Vorfälle auffällig wurden. Eine spezielle Einheit wird sich mit Hassrede im Internet befassen, die sich gegen queere Gemeinschaften richtet. Polizei- und Sicherheitskräfte erhalten erweiterte Sensibilisierungsschulungen, um queerspezifische Themen besser zu bewältigen.

Trotz der Ankündigung wurden bisher keine konkreten Projekte aus der Strategie umgesetzt. Seit der Verabschiedung vor einigen Monaten fehlen Angaben zu Zeitplänen oder Umsetzungsschritten.

Die Initiative stellt den ersten landesweiten Versuch Berlins dar, Queerfeindlichkeit zu bekämpfen und Inklusion zu fördern. Bei vollständiger Umsetzung könnte sie die öffentliche Sicherheit und die Unterstützungssysteme für queere Bewohner:innen grundlegend verändern. Doch ob und wie die geplanten Maßnahmen wirken, bleibt abzuwarten.

Quelle