Berlin testet Cluster-Wohnungen als bezahlbare Alternative zu klassischen WGs
Siglinde WerneckeBerlin testet Cluster-Wohnungen als bezahlbare Alternative zu klassischen WGs
Berliner Wohnungsmarkt führt Cluster-Wohnungen als neue bezahlbare Wohnform ein
Die Berliner Wohnungsbaugesellschaft WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH startet die Vermarktung ihrer ersten Cluster-Wohnungen – ein neues Wohnkonzept, das mehr Privatsphäre als klassische Wohngemeinschaften bietet, ohne die Kosten ausufern zu lassen. Die Idee richtet sich an Mieter:innen, die einen Mittelweg zwischen Selbstständigkeit und gemeinschaftlichem Wohnen suchen.
Die ersten Cluster-Wohnungen entstehen im Rahmen des Projekts "Quartier Lilienthal" an der Köpenicker Straße, das derzeit gebaut wird. Eine der Wohneinheiten umfasst etwa 205 Quadratmeter mit sieben privaten Schlafzimmern, mehreren Bädern sowie einem gemeinsamen Wohn- und Essbereich. Diese Aufteilung ermöglicht es den Bewohner:innen, Rückzugsräume zu nutzen, während Küchen und andere Gemeinschaftsflächen geteilt werden.
Zusätzlich plant die WBM im zweiten Bauabschnitt des Projekts "Wasserstadt Oberhavel" in der Spandauer Rauchstraße 111 weitere Cluster-Wohnungen. Die Fertigstellung dieser Einheiten ist für Mai 2026 vorgesehen, das gesamte Projekt soll bis Juli desselben Jahres abgeschlossen sein. Langfristig will das Unternehmen bis 2034 insgesamt 10.000 neue Wohnungen in Berlin errichten – gestützt durch Investitionen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro für Neubauten und Sanierungen.
Um die Suche nach passenden Mitbewohner:innen zu erleichtern, arbeitet die WBM mit der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft an einer eigenen Plattform. Der Service richtet sich vor allem an Personen, die noch keine bestehende WG haben, aber eine gründen möchten. Bewerbungen sind primär für bereits zusammengeschlossene Gruppen gedacht, während die genauen Kriterien für Nachrücker noch ausgearbeitet werden.
Wie Matthias Borowski, Pressesprecher der WBM, betont, sind Cluster-Wohnungen eine moderne Antwort auf die sich wandelnden Wohnbedürfnisse in Berlin. Das Modell soll eine praktikable Alternative für diejenigen bieten, die mit steigenden Mieten und dem knappen Wohnungsangebot in der Stadt zu kämpfen haben.
Die Einführung der Cluster-Wohnungen markiert einen neuen Ansatz für gemeinschaftliches Wohnen in Berlin. Mit privaten Schlaf- und Badezimmern sowie geteilten Gemeinschaftsflächen verbinden die Einheiten Bezahlbarkeit mit Privatsphäre. Die ersten Mieter:innen sollen voraussichtlich Mitte 2026 einziehen – ein weiterer Schritt der Stadt, ihr Wohnungsangebot zu erweitern.






