Berliner Polizist soll mit gefälschtem Sportabzeichen Betrug begangen haben
Artur HofmannBerliner Polizist soll mit gefälschtem Sportabzeichen Betrug begangen haben
Ein Berliner Polizist muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten, nachdem er mit einem gefälschten Sportabzeichen eine Beförderung erschlichen haben soll. Durch die Täuschung erhielt er ein höheres Gehalt und verursachte der Polizei Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro. Nun wird ihm in mehreren Fällen Betrug vorgeworfen.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte ein gefälschtes Deutsches Sportabzeichen in Gold ein, um sich für eine Beförderung zu qualifizieren. Auf Grundlage dieses falschen Dokuments wurde er von der Berliner Polizei befördert und sein Gehalt erhöht. Allein dieser Betrug kostete die Behörde rund 7.700 Euro.
Weitergehende Ermittlungen förderten zusätzliches Fehlverhalten zutage: Der Polizist gab im selben Jahr wiederholt vor, dienstunfähig zu sein – obwohl Beweise vorlagen, dass er sehr wohl arbeitsfähig war. Diese vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeiten verursachten bis Mai 2026 einen geschätzten Schaden von 11.600 Euro.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zudem zwei weitere Fälle vor, in denen er seine Dienstunfähigkeit simuliert haben soll. Insgesamt fordert sie die Rückzahlung von etwa 19.300 Euro, um sowohl die Kosten für das gefälschte Abzeichen als auch die unrechtmäßig bezogenen Krankengeldzahlungen auszugleichen. Die Berliner Polizei hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet.
Der Beamte muss sich nun vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Bei einer Verurteilung wäre er zur Rückerstattung der erschlichenen Gelder verpflichtet. Der Fall zeigt die finanziellen und disziplinarischen Folgen, die sein mutmaßliches Handeln nach sich zieht.






