Brandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel und Rekordschülerzahlen
Joseph KreuselBrandenburgs Schulen kämpfen mit historischem Lehrkräftemangel und Rekordschülerzahlen
Brandenburg steht vor dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte
Im kommenden Schuljahr trifft eine Rekordzahl an Schülerinnen und Schülern auf einen dramatischen Personalmangel – viele Schulen werden kaum in der Lage sein, den Unterricht vollständig abzusichern. Bildungsminister Gordon Hoffmann räumte ein, dass im Schuljahr 2025/2026 kein durchgehender Stundenplan garantiert werden könne.
Die Krise verschärfte sich durch Haushaltskürzungen, die 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich strichen. Laut offiziellen Schätzungen werden im nächsten Jahr zwischen 1.200 und 1.500 Lehrkräfte fehlen, wobei der Mangel je nach Fach und Region unterschiedlich ausfällt. Die angespannte Haushaltslage verhinderte zudem im vergangenen Jahr die Einstellung vieler Quereinsteiger, was die Lücke weiter vergrößerte.
Seit Anfang 2025 müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche übernehmen. Die Mehrbelastung führte zu landesweiten Protesten unter den Beschäftigten. Trotz des Personalmangels kündigte Hoffmann Reformen an, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern.
Schon das aktuelle Schuljahr hatte mit einem Lehrkräftedefizit begonnen. Nun, da die Schülerzahlen auf einem historischen Höchststand sind, steht das Bildungssystem vor einer beispiellosen Herausforderung, um den Lehrplan umzusetzen.
Ohne ausreichend Personal wird es für Brandenburgs Schulen im nächsten Jahr schwer, den grundlegenden Unterrichtsbedarf zu decken. Die Haushaltskürzungen 2025 kosteten 345 Stellen, und die Behörden warnen vor unbesetzten Stunden. Währenddessen halten die Proteste an: Lehrkräfte fordern dringend Lösungen für die eskalierende Krise.






