Braunschweig verwandelt altes Gefängnis Rennelberg in lebendiges Stadtviertel
Artur HofmannBraunschweig verwandelt altes Gefängnis Rennelberg in lebendiges Stadtviertel
Aus dem Gefängnis wird ein neues Stadtviertel: Braunschweig plant Umwandlung der alten Haftanstalt Rennelberg
Die ehemalige Justizvollzugsanstalt Rennelberg in Braunschweig steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Stadt beabsichtigt, das Gelände in ein neues urbanes Quartier umzugestalten – und Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben bereits kreative Entwürfe für seine Zukunft entwickelt. Zwar haben die Bauarbeiten noch nicht begonnen, doch bereits in diesem Sommer wird das Areal für kurze Zeit zum Festivalgelände.
Im Dezember 2018 billigte der Verwaltungsausschuss der Stadt einen Plan zur Erarbeitung einer Entwicklungsstrategie für das Rennelberg-Gelände. Seither arbeiten Studierende an Visionen für die Fläche, wobei drei prämierte Entwürfe nun bis zum 20. Mai im Foyer des historischen Rathauses im zweiten Obergeschoss ausgestellt sind.
Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Platz mit ihrem Konzept "Von Mauern zu Gemeinschaft: Die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg". Ihr Entwurf sieht einen kreativen Campus vor, der sich um symmetrische Achsen organisiert und zu einem zentralen Platz führt. Adriana Gens und Mareike Meier belegten mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" den zweiten Platz – ihr Plan umfasst einen "Klimawald"-Park und offene Innenhofbereiche. Den dritten Preis sicherten sich Sarah Suttner López und Robert Sievert mit "Nachbarschaft statt Gefängnis: Gemeinschaft über Mauern", das eine neue Straße, einen Platz und eine Quartiersgalerie vorsieht.
Trotz dieser Ideen steht die konkrete Planung der Stadt noch aus. Entscheidend für die nächsten Schritte ist der noch laufende Verkaufsprozess des Gefängnisgeländes. Bis dahin wird die ehemalige Anlage im Juni vorübergehend Schauplatz des Theaterformen-Festivals sein und mit einem umfangreichen Programm aufwarten, bevor dauerhafte Veränderungen erfolgen.
Die Studierendenentwürfe geben einen ersten Eindruck davon, was aus dem Rennelberg-Gelände werden könnte – doch mit offiziellen Baumaßnahmen wurde noch nicht begonnen. Das Festival in diesem Sommer bietet den Braunschweigerinnen und Braunschweigern die Gelegenheit, den Ort auf neue Weise zu erleben. Die weiteren Schritte hängen vom Abschluss des Verkaufs und der städtischen Planung ab.






