Bremen verschärft Verkehrskontrollen: Jeder Dritte Zweiradfahrer bricht Regeln
Joseph KreuselBremen verschärft Verkehrskontrollen: Jeder Dritte Zweiradfahrer bricht Regeln
Bremer Polizei führt umfangreiche Verkehrskontrollen bei Rad- und Motorradfahrern durch
Im Rahmen der Kampagne "Sicher.Mobil.Leben" hat die Bremer Polizei großangelegte Verkehrskontrollen bei Rad- und Motorradfahrern durchgeführt. Ziel der Aktion war es, gefährliches Verhalten zu ahnden und die Verkehrssicherheit in der Stadt zu erhöhen. Dabei wurden rund 435 zweirädrige Fahrzeuge überprüft – mit fast 315 festgestellten Verstößen.
Besonders im Fokus standen Unfallschwerpunkte wie Tiefer/Altenwall, Osterdeich/Mozartstraße, Herdentorsteinweg in Richtung Breitenweg sowie Osterdeich/Verdener Straße. Viele Radfahrer wurden dabei erwischt, wie sie bei Rot über die Ampel fuhren, in die falsche Richtung unterwegs waren oder illegal Gehwege nutzten. Allein auf der Ausfahrt Hemelingen führten Geschwindigkeitsmessungen zu 35 Verstößen.
Bei zwei Motorrädern stellten die Beamten abgelaufene Betriebserlaubnisse fest, da die Abgasanlagen manipuliert worden waren. Lärmmessungen bestätigten, dass beide Maschinen die gesetzlichen Grenzwerte überschritten. Zudem ahndete die Polizei die Nutzung von Handys während der Fahrt.
Innensenator Dr. Högl betonte, dass die Kontrollen dazu beitragen sollen, Unfälle mit Rad- und Motorradfahrern zu verringern. Die Kampagne diene der Durchsetzung von Verkehrsregeln und der Förderung einer sicheren Mobilität in Bremen.
Die Aktion offenbarten eine hohe Verstoßquote unter den Zweiradnutzern: Fast 72 Prozent der kontrollierten Fahrer missachteten Verkehrsregeln, wobei Rotlichtverstöße und die illegale Handynutzung zu den häufigsten Vergehen zählten. Die Behörden kündigten an, die Überwachung fortzusetzen, um gefährliches Verhalten einzudämmen und die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern.






