Bremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Güterbahnhofs Speckenbüttel
Artur HofmannBremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Güterbahnhofs Speckenbüttel
Bahnhof Speckenbüttel in Bremerhaven wird für 56 Millionen Euro ausgebaut
Der Güterbahnhof Speckenbüttel in Bremerhaven wird deutlich erweitert, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Das 56-Millionen-Euro-Projekt umfasst sieben neue Abstellgleise und ein digitales Stellwerk, das die Effizienz steigern soll. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2028 abgeschlossen sein – ohne dass der laufende Betrieb unterbrochen wird.
Der Bahnhof Speckenbüttel spielt eine zentrale Rolle für die Bremer Häfen: Er wickelt mehr als die Hälfte des containerisierten Hinterlandverkehrs ab und bewältigt rund 80 Prozent der RoRo-Ladung (Roll-on/Roll-off), darunter Autos, Landmaschinen und militärische Fahrzeuge. Doch mit 16 bereits genutzten Gleisen ist die Kapazität nahezu ausgeschöpft.
Im Rahmen des Ausbaus entstehen sieben zusätzliche Abstellgleise neben den bestehenden Strecken. Ein neues elektronisches Stellwerk ersetzt die alte Technik und soll die Koordination zwischen Schienen- und Hafenlogistik verbessern. Die Bauarbeiten finden parallel zum laufenden Betrieb statt, um Verzögerungen zu vermeiden.
Ziel des Projekts ist es, durch die Verknüpfung digitaler Signaltechnik mit der Hafenlogistik die Effizienz zu erhöhen. Dadurch sollen Wartezeiten verkürzt und der Güterfluss durch den Bahnhof beschleunigt werden.
Nach der Fertigstellung Anfang 2028 wird der ausgebauten Bahnhof mehr Frachtverkehr bewältigen können – und das mit weniger Engpässen. Die Investition von 56 Millionen Euro stärkt Bremerhavens Position als wichtiger Knotenpunkt für Schienen- und Hafenlogistik. Dank digitaler Aufrüstung und zusätzlicher Gleise sollen die Abläufe auch langfristig optimiert werden.






