25 March 2026, 02:19

Bund Naturschutz Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert Lichtverschmutzung

Eine nächtliche Straßenansicht einer Stadt mit beleuchteten Straßenlaternen, fahrenden Fahrzeugen, Bäumen am Straßenrand und Gebäuden im Hintergrund unter einem dunklen Himmel.

Bund Naturschutz Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert Lichtverschmutzung

Die Kreisgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hielt ihre jährliche Mitgliederversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren ab. Zu den Höhepunkten zählte die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie ein Vortrag über Lichtverschmutzung durch einen Gastredner. Zudem wurde Wendelin Schindeles jahrzehntelanges Engagement für den örtlichen Kräutergarten gewürdigt.

Während der Versammlung erhielten BN-Mitglieder mit über 40-jähriger Treue Urkunden und silberne Anstecknadeln. Wendelin Schindele, bekannt als der "Architekt" des Ottobeurer Kräutergartens, wurde für seine Verdienste seit 1998 geehrt. Aus einem bescheidenen Projekt ist der Garten zu einer Oase der Ruhe für Besucher geworden, die Stille und Besinnung suchen. Als Zeichen der Anerkennung erhielt Schindele ein Poster, einen Korb vom Eine-Welt-Laden sowie eine kleine Aufmerksamkeit für seinen ehemaligen Kollegen Harald Mader.

Robert Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", hielt einen Vortrag über die Folgen von Lichtverschmutzung. Er erläuterte, wie übermäßige künstliche Beleuchtung natürliche Rhythmen stört und sich negativ auf Tierwelt sowie menschliche Gesundheit auswirkt. Satellitenaufnahmen zeigen, wie die Nachtseite der Erde durch helle Ballungen großer Städte und Küstenregionen erleuchtet wird – ein eindrucksvolles Zeugnis des Energieverbrauchs für Beleuchtung. Blasius betonte, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen entgegen verbreiteter Ängste nicht nachts, sondern bei Tageslicht stattfinden.

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In der Diskussion ging es auch um den globalen Strombedarf für nächtliche Werbung und Straßenbeleuchtung. Zwar wurden keine konkreten Projekte der Initiative vorgestellt, doch der Vortrag weckte Interesse an Maßnahmen zur Reduzierung unnötiger Lichtemissionen.

Die Versammlung endete mit Dank an Schindele für sein Wirken sowie an die langjährigen BN-Mitglieder für ihre Treue. Der Vortrag über Lichtverschmutzung vermittelte den Anwesenden ein besseres Verständnis für deren ökologische und gesundheitliche Auswirkungen. Die Kreisgruppe plant, ihre Naturschutzarbeit fortzusetzen und sich zugleich mit Lösungen für lokale Beleuchtungsprobleme auseinanderzusetzen.

Quelle