15 May 2026, 18:27

BVG setzt auf Quantencomputing gegen Personalmangel und spart Millionen

Whiteboard mit einer handgezeichneten Cloud-Computing-Diagrammdarstellung mit Kreisen, Quadraten, Pfeilen und zugehörigem Text.

BVG setzt auf Quantencomputing gegen Personalmangel und spart Millionen

Berlins Nahverkehrsbetreiber BVG steht vor einer wachsenden Personalkrise. Bis 2026 werden voraussichtlich über 4.300 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen – das Unternehmen sucht daher nach neuen Wegen, um die Effizienz zu steigern. Ein aktuelles Projekt mit Quantencomputing zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Optimierung von Busfahrer-Dienstplänen und könnte jährlich Millionen einsparen.

Das Vorhaben widmete sich einem komplexen Planungsproblem mit 150 Fahrern auf verschiedenen Linien. Statt sich ausschließlich auf klassische Methoden zu stützen, kombinierte das Team Quanten- und klassisches Computing in einer hybriden Lösung. Kernstück war der Bias-Field-DCQO-Algorithmus des Unternehmens Kipu Quantum, während DBSCAN-Clustering die API-Abfragen um 80 Prozent reduzierte und den Prozess beschleunigte.

Ein entscheidender Fortschritt bestand darin, die Präferenzen der Fahrer in die Optimierung einzubeziehen – ein Aspekt, der bei herkömmlichen Planungsmethoden oft vernachlässigt wird. Um zu bestimmen, wann eine erneute Quantenoptimierung nötig war, setzte das Team einen Uncertainty Adapter ein, eine Kombination aus einem Isolation-Forest-Anomalie-Erkennungssystem und einem Gaussian-Process-Nachfrageprognosemodell.

Die Ergebnisse deuten auf breitere Anwendungsmöglichkeiten hin, etwa in der Schichtplanung von Krankenhäusern oder der Logistik der „letzten Meile“. Auch die Roadmap von Kipu Quantum passt zum Projektzeitplan: Innerhalb von 24 Monaten soll der Reifegrad von frühen Tests (TRL 4) bis zu einem Pilotprojekt im Echteinsatz (TRL 6) voranschreiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Schon kleine Effizienzgewinne könnten bei der BVG große Wirkung entfalten. Eine bescheidene Verbesserung der Planung um nur 2 Prozent würde jährlich rund 18 Millionen Euro einsparen. Dennoch bleibt die Personalkrise drängend – freiwillige Kündigungen verschärfen den Druck zusätzlich.

Das Projekt beweist, dass quantengestützte Planung konkrete Vorteile bringt. Die BVG verfügt nun über eine erprobte Methode, um Fahrereinsätze zu optimieren und dabei individuelle Wünsche zu berücksichtigen. Wird der Ansatz ausgeweitet, könnte er operative Engpässe mildern – und die finanziellen Einsparungen kämen zu einem kritischen Zeitpunkt.

Quelle