CDU in NRW verliert stark an Zustimmung – Wüst unter Druck
Zustimmung für Ministerpräsident Hendrik Wüsts CDU in Nordrhein-Westfalen stark gesunken
Die Zustimmungswerte für die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst sind in Nordrhein-Westfalen deutlich zurückgegangen. Die Partei liegt aktuell bei 32 Prozent – ein Rückgang um drei Punkte seit Februar. Gleichzeitig hat die Unzufriedenheit mit der Landesregierung spürbar zugenommen.
Der Rückgang der CDU fällt mit einem Wandel der wichtigsten Wählersorgen zusammen: Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme haben die Migration als drängendstes Thema abgelöst. Eine Umfrage zeigt, dass nun 31 Prozent dieser Probleme höchste Priorität einräumen.
Auch die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist stark gesunken: Nur noch 42 Prozent bewerten ihre Arbeit positiv, während 53 Prozent unzufrieden sind – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Jahresbeginn. Auch Wüsts persönliche Bewertungen haben sich verschlechtert: 42 Prozent sind mit ihm zufrieden, 40 Prozent unzufrieden.
Die Grünen konnten hingegen zwei Punkte zulegen und kommen nun auf 15 Prozent. Die rechtspopulistische AfD erreicht mit 17 Prozent ihr bestes Umfrageergebnis im Land und liegt damit gleichauf mit der SPD, die ebenfalls drei Punkte verloren hat und nun bei 17 Prozent steht. Die FDP hat erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten, während die Linke stabil bei sechs Prozent bleibt.
Wirtschaftliche Sorgen nehmen zu: Nur noch 22 Prozent der Wähler bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als gut oder sehr gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. 74 Prozent stufen sie mittlerweile als befriedigend oder schlecht ein. Auch die Jobunsicherheit steigt: 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten Arbeitslosigkeit, sechs Punkte mehr als 2023.
Die steigenden Kosten schlagen zudem auf die Reisepläne durch: Ein Viertel der Bürger entscheidet sich für günstigere Trips oder sagt Reisen ganz ab.
Während die Unterstützung für die CDU nachlässt, gewinnen Oppositionsparteien wie AfD und Grüne in den Umfragen an Boden. Die wirtschaftliche Perspektive des Landes und die Arbeitsplatzsicherheit bleiben zentrale Themen für die Wähler.
