Chaos beim Fusion-Festival: Brand, Drogenrazzien und Gewalt gegen Polizei
Artur HofmannChaos beim Fusion-Festival: Brand, Drogenrazzien und Gewalt gegen Polizei
Fusion-Festival bei Neustrelitz von schweren Störungen betroffen
Das Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz erlebte in dieser Woche massive Beeinträchtigungen. Ein Brand am Donnerstagabend zwang die Veranstalter, die Feierlichkeiten vorübergehend auszusetzen; alle Besucher wurden zu einem nahegelegenen Flugplatz evakuiert. Zudem meldeten die Behörden eine Reihe von Rechtsverstößen im Zusammenhang mit dem Festival.
Im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen waren rund 70 Bundespolizisten am Bahnhof Neustrelitz im Einsatz. Während des Festivals leiteten Zollbeamte 24 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannabiskonsumgesetz ein. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Die Polizei führte stichprobenartige Kontrollen durch und dokumentierte dabei zehn Straftaten sowie einen Ordnungswidrigkeitsfall. Acht Strafanzeigen wurden speziell wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet. Bei einer Person stellte sich heraus, dass sie sich illegal in Deutschland aufhielt.
Die Unterbrechung des Festivals führte zu weiteren Vorfällen: Mehrere Personen sollen laut Angaben eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben. Als ein Beamter die Sachbeschädigung für Beweiszwecke filmen wollte, wurde er angegriffen und erlitt leichte Verletzungen. Zudem deckten Verkehrskontrollen rund um das Festivalgelände 48 Fälle von Drogenfahrten auf.
Nach der Evakuierung wurde das Festival zwar fortgesetzt, doch die Vorfälle warfen einen Schatten auf die Veranstaltung. Die Behörden ermitteln weiterhin in den Strafsachen, darunter Drogendelikte, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die hohe Zahl der Verstöße unterstreicht die Herausforderungen, die bei Großveranstaltungen dieser Art auftreten.
