Denkmal in Halle (Saale) droht der Verfall – Gehweg wegen Einsturzgefahr gesperrt
Joseph KreuselDenkmal in Halle (Saale) droht der Verfall – Gehweg wegen Einsturzgefahr gesperrt
Historisches Gebäudeensemble in Halle (Saale) akut vom Verfall bedroht
Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex an der Ecke Mansfelder Straße/Tuchrahmen in Halle (Saale) befindet sich in einem dramatischen Zustand. Die zur Anlage gehörende Gaststätte „Grüne Tanne“ steht seit Jahren leer, die Fassade ist mit Graffiti übersät und von Wildwuchs überwuchert. Ein jüngster Brand schwächte die Bausubstanz zusätzlich, sodass der angrenzende Gehweg wegen Einsturzgefahr durch herabfallendes Mauerwerk gesperrt werden musste.
Seit 15 Jahren führt die „Grüne Tanne“ die „Rote Liste“ der gefährdeten Baudenkmäler der Stadt an. Der Verfall verschärfte sich, nachdem der Projektentwickler Norsk, der den Komplex sanieren und erweitern wollte, Insolvenz anmelden musste. Seither ruhen alle Bauarbeiten, und das Gelände liegt brach.
René Rebenstorf, Leiter des Stadtbauamts, bezeichnete die Lage als „alarmierend“. Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter kommen nur schleppend voran, und die Insolvenz des Eigentümers blockiert weitere Schritte. Parallel hat ein auf Denkmalsanierung spezialisiertes Unternehmen Interesse bekundet, die bestehenden Strukturen zu retten – allerdings ohne Neubebauung.
Die Stadt leitet nun rechtliche Schritte gegen den insolventen Eigentümer ein. Gleichzeitig prüft sie Notmaßnahmen, um die Gebäude zu stabilisieren und den Gehweg wieder für Fußgänger freizugeben.
Der Komplex bleibt in einem kritischen Zustand, während juristische und sicherheitstechnische Maßnahmen laufen. Eine mögliche neue Lösung unter Einbindung von Denkmalschutz-Experten wird geprüft. Die Sperrung des Gehwegs unterstreicht die Dringlichkeit, die statischen Risiken zu beseitigen.






