Dermbach diskutiert kontroverse Windenergie-Pläne mit 40 neuen Vorranggebieten
Artur HofmannDermbach diskutiert kontroverse Windenergie-Pläne mit 40 neuen Vorranggebieten
In der Gemeinde Dermbach fand am Montag eine öffentliche Versammlung statt, um über die Windenergie in der Region zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative, kamen zusammen, um das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 sowie den zweiten Entwurf des Teilplans für Windenergie zu erörtern.
Der Entwurf sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Bürgermeister Thomas Hugk betonte, wie wichtig es sei, sowohl die Chancen als auch die Risiken der Windenergie abzuwägen.
Während der Fragerunde äußerten viele Anwohner Bedenken. Die meisten Kritikpunkte bezogen sich auf mögliche gesundheitliche Auswirkungen und die Veränderung des Landschaftsbilds durch Windräder. Andere hinterfragten das Fehlen konkreter Bedarfsanalysen für die regionale Energieversorgung, bevor zusätzliche Standorte ausgewählt wurden. Auch die Frage der Energiespeicherung geriet in den Fokus: Die Teilnehmer wollten wissen, wie eine zuverlässige, bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt werden könne.
Es gab Forderungen nach direkter Bürgerbeteiligung oder einem Bürgerentscheid über die Errichtung von Windkraftanlagen. Einige Anwohner kritisierten das Planungsverfahren und bezeichneten die bürokratischen Hürden für Einsprüche und Widersprüche als übermäßig.
Die Veranstaltung zeigte das große lokale Interesse am Windenergieplan. Die Diskussion wurde vor allem von Sorgen um Transparenz, Bedarfsanalysen und die Einbindung der Bürgerschaft geprägt. Die Gemeinde wird das erhaltene Feedback nun in die weitere Ausarbeitung des Teilplans einfließen lassen.






