Deutsche Bahn droht Pünktlichkeitskollaps ohne 13 Milliarden Euro Extra-Investitionen
Artur HofmannDeutsche Bahn droht Pünktlichkeitskollaps ohne 13 Milliarden Euro Extra-Investitionen
Deutsche Bahn fordert Milliardeninvestitionen, um Pünktlichkeitskollaps zu verhindern
Die Deutsche Bahn verlangt eine massive Erhöhung der staatlichen Mittel, um einen drastischen Rückgang der Zugpünktlichkeit abzuwenden. Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla warnte, dass sich die Servicequalität ohne zusätzliche Investitionen bis 2030 deutlich verschlechtern werde. Interne Unterlagen zeigen: Der Konzern benötigt mindestens 13 Milliarden Euro mehr, um den Betrieb zuverlässig aufrechtzuerhalten.
Bei den aktuellen Finanzzuweisungen droht die Pünktlichkeitsquote in den nächsten sechs Jahren unter 60 Prozent zu fallen – weit entfernt vom Zielwert von 70 Prozent, den Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder für 2029 vorgegeben hat. Die Analysen der Bahn belegen, dass das Unternehmen ohne weitere Mittel diese Vorgabe nicht erfüllen kann.
Mit zusätzlichen 13 Milliarden Euro ließe sich die 70-Prozent-Marke erreichen. Dieselbe Summe könnte die Leistung sogar um weitere fünf Prozentpunkte steigern und würde der Bahn helfen, weitere zentrale Ziele aus ihrer Schienenagenda umzusetzen.
Pallas Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf das Unternehmen wächst, die Zuverlässigkeit zu verbessern. Die Warnung unterstreicht die Kluft zwischen den politischen Erwartungen und den tatsächlich verfügbaren Finanzmitteln für Instandhaltung und Modernisierung der Infrastruktur.
Die geforderten 13 Milliarden Euro würden nicht nur die Pünktlichkeit sichern, sondern auch umfassende Verbesserungen im Schienenverkehr ermöglichen. Ohne diese Mittel rechnet die Bahn bis zum Ende des Jahrzehnts mit einer weiteren Verschlechterung der Leistungen. Die anstehende Finanzentscheidung wird darüber bestimmen, ob der Konzern die Regierungsvorgaben erfüllen kann – oder ob sich Verspätungen weiter häufen werden.
