03 April 2026, 00:54

Deutsche Bahn in der Kritik: Gold-Kampagne zu Olympischen Spielen entfacht Streit mit DOSB

Eine schwarze und goldene Anstecknadel mit den Worten 'München 1972 Olympische Spiele' auf einem weißen Hintergrund.

Olympia-Mannschaft ärgerlich über Deutsche Bahn-Kampagne: 'Nicht der richtige Weg' - Deutsche Bahn in der Kritik: Gold-Kampagne zu Olympischen Spielen entfacht Streit mit DOSB

Die Deutsche Bahn steht wegen ihrer Werbekampagne zu den Winterspielen in scharfer Kritik. Der Bahnkonzern bot eine vergünstigte BahnCard Gold an, die an Tagen, an denen deutsche Athletinnen und Athleten Gold gewannen, kostenloses Reisen ermöglichte. Otto Fricke, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), nannte das Vorgehen "schamlos" und warf dem Unternehmen vor, die Sportler für Profitzwecke auszunutzen.

Die Kampagne, die vom 16. Januar bis zum 5. Februar lief, umfasste einen TV-Spot mit acht deutschen Winterport-Legenden. Trotz der massiven Kritik verteidigte die Deutsche Bahn ihr Vorgehen und beteuerte, man habe "größten Respekt" vor den Athletinnen und Athleten und verstehe die Vorwürfe nicht.

Auslöser der Kontroverse war die Einführung einer zeitlich begrenzten "Probe-BahnCard Gold" für 19,90 Euro. Mit dem Ticket konnte man an allen Tagen, an denen deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen Gold holten, kostenlos im Fernverkehr durch ganz Deutschland reisen. Fricke verurteilte die Aktion als "Ambush-Marketing" und kritisierte, dass die Einnahmen nicht in die Förderung des Sports fließen würden.

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Der DOSB reichte offiziell Beschwerde bei der Deutschen Bahn ein, erhielt jedoch keine zufriedenstellende Antwort. Fricke schlug vor, das Unternehmen hätte seine Mittel stattdessen in den Breitensport investieren können. Zudem wies er auf die finanziellen Schwierigkeiten deutscher Athletinnen und Athleten hin und betonte, dass der Sport dringend Förderung benötige, um bei den Spielen erfolgreich zu sein.

Im Rahmen der Kampagne war ein hochkarätiger TV-Werbespot mit acht deutschen Winterport-Stars entstanden. Darunter waren Kati Wilhelm (Biathlon), Sven Hannawald (Skispringen) und der Paralympionike Gerd Schönfelder (Monoskibob). Weitere beteiligte Sportler waren Markus Wasmeier, Martina Ertl, Viktoria Rebensburg (alle alpiner Skisport) sowie André Lange (Bob).

Das Werbeangebot der Deutschen Bahn endete am 5. Februar, doch der Streit mit dem DOSB bleibt ungelöst. Das Unternehmen hat weder Änderungen an der Kampagne angekündigt noch Pläne vorgelegt, den deutschen Sport finanziell zu unterstützen. Der DOSB setzt sich weiterhin für eine fairere Behandlung der Athletinnen und Athleten sowie bessere Förderlösungen ein.

AKTUALISIERUNG

Deutsche Bahn Launches New Campaign Amid Ongoing Debate

The company has shifted focus from its controversial Olympic marketing strategy to a fresh campaign. On 30 March 2026, Deutsche Bahn launched 'Neu startet heute' under CEO Evelyn Palla. This initiative highlights operational improvements rather than celebrity-driven promotions. The move signals a strategic pivot to rebuild public trust following the DOSB dispute.