Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Joseph KreuselDeutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen gegen steigende Gewalt in Regionalzügen ein
Die Deutsche Bahn (DB) reagiert mit verschärften Sicherheitsvorschriften auf die zunehmende Gewalt in ihren Regionalverkehrszügen. Der Schritt folgt auf einen Anstieg körperlicher Angriffe um 15 Prozent in mehreren Bundesländern – trotz eines leichten Rückgangs solcher Vorfälle auf nationaler Ebene.
Das Unternehmen wird ab sofort Körperkameras, stichfeste Westen und KI-gestützte Konfliktfrüherkennung einführen. Die Körperkameras sind bereits im Einsatz, wobei Mitarbeiter eine deutliche abschreckende Wirkung bestätigen. Bis August werden alle betroffenen Beschäftigten eine verpflichtende Schulung zu deren Nutzung absolvieren.
Zusätzlich wird das Deeskalationstraining um Durchsetzungsstrategien zur Konfliktbewältigung erweitert. In besonders gefährdeten Gebieten testet die DB Regio zudem „1-zu-1-Begleitungen“ und die Doppelbesetzung von Servicekräften.
Ab Juli werden ausgewählte Mitarbeiter stichhemmende Schutzwesten erproben. Gleichzeitig analysieren KI-Systeme Echtzeit-Kameraaufnahmen, um mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen. Ein Pilotprojekt in Bremen bestätigte, dass die Technologie sowohl technische als auch datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt.
Hintergrund der Maßnahmen ist ein Anstieg körperlicher Übergriffe um 15 Prozent in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Teilen Baden-Württembergs im vergangenen Jahr. Bundesweit gingen solche Vorfälle jedoch im Vergleich zu 2024 um sieben Prozent zurück.
Die neuen Maßnahmen sollen die Sicherheit von Fahrgästen und Mitarbeitern verbessern. Körperkameras, KI-Überwachung und verstärkte Personaleinsätze werden in den kommenden Monaten schrittweise eingeführt. Die DB Regio erwartet, dass die Änderungen die Gewalt reduzieren und die Sicherheit im gesamten Regionalnetz stärken werden.






