Deutschland baut Offshore-Windenergie mit 2-GW-Umrichterplattformen massiv aus
Lilian BarthDeutschland baut Offshore-Windenergie mit 2-GW-Umrichterplattformen massiv aus
Deutschland will seine Offshore-Windenergie-Kapazitäten mit neuen 2-Gigawatt-(GW)-Umrichterplattformen deutlich ausbauen. Diese sollen vor allem im Inland gefertigt werden und so die heimische Industrie sowie Arbeitsplätze stärken. Ein großer Auftrag wurde bereits vergeben – ein wichtiger Schritt für den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat einen zentralen Auftrag für den Offshore-Windanschluss vergeben. Das Projekt wird von einem Konsortium unter Führung von Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables (NSORe) umgesetzt. Ihre Aufgabe besteht im Bau eines Umrichtersystems für das Vorhaben North Sea Connector 2 (NSC2).
Das System umfasst eine Offshore-Plattform sowie eine Landstation. Die Offshore-Plattform wird in der Nordsee installiert, etwa 200 Kilometer westlich von Sylt. Die Landstation entsteht in der Nähe von Schwerin.
Wichtige Komponenten, darunter die Hauptstruktur der Offshore-Plattform, werden auf der Neptun Werft in Rostock gefertigt. Umrichterplattformen sind entscheidend, um den Strom von Offshore-Windparks effizient an Land zu transportieren.
Aktuell laufen zudem Verhandlungen über eine weitere Umrichterplattform ähnlicher Größe. Der Auftrag könnte ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro umfassen, wobei auch hier zentrale Bauteile in Rostock-Warnemünde produziert werden sollen.
Die Projekte sollen in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 500 langfristige Arbeitsplätze schaffen – sowohl bei den beteiligten Unternehmen als auch in der Zulieferindustrie. Die Initiative festigt Deutschlands Rolle beim Ausbau der Offshore-Windenergie und stärkt die heimische Fertigung.






