Deutschland diskutiert Fracking als Lösung für die Gasversorgungskrise
Artur HofmannDeutschland diskutiert Fracking als Lösung für die Gasversorgungskrise
Deutschland erwägt den Einsatz von Hydraulic Fracturing – auch Fracking genannt – um seine Erdgasversorgung zu stärken. Derzeit deckt das Land nur 4,2 Prozent seines Bedarfs durch heimische Förderung. Experten zufolge könnte Fracking langfristig eine Rolle im Energiemix spielen.
Die jährliche Gasförderung durch Fracking könnte bis 2025 auf 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter steigen. Damit ließen sich 6 bis 12 Prozent des für dieses Jahr prognostizierten deutschen Gasverbrauchs abdecken. Der Einfluss auf den weltweiten Gasmärkten bliebe jedoch begrenzt.
Die Schiefergasvorkommen in Deutschland sind beträchtlich. Ihre Erschließung würde Hunderte von Bohrungen erfordern. Der Aufbau der notwendigen Infrastruktur würde mehrere Jahre in Anspruch nehmen – Fracking könnte daher weder kurzfristige Gasengpässe beheben noch die Preise spürbar senken.
Die Umweltrisiken des Frackings gelten bei Einhaltung strenger Auflagen als gering. Unklar bleibt jedoch, ob die Branche ohne staatliche Subventionen wirtschaftlich tragfähig wäre.
Fracking könnte die langfristige Gasversorgungssicherheit Deutschlands verbessern und bis 2025 einen kleinen, aber bedeutenden Teil des Bedarfs decken. Sein Erfolg hängt jedoch davon ab, technische, wirtschaftliche und regulatorische Hürden zu überwinden.






