11 May 2026, 00:26

Deutschland will US-Langstreckenraketen kaufen – doch wird Washington zustimmen?

Plakat mit einem Soldaten in Helm und Militäruniform, der eine Waffe hält, mit der Aufschrift "Investiere in die Invasion, kaufe Kriegsanleihen" darüber, der eine entschlossene Miene zeigt.

Deutschland will US-Langstreckenraketen kaufen – doch wird Washington zustimmen?

Deutschland drängt auf den Kauf von Marsflugkörpern vom Typ Tomahawk sowie bodengebundenen Abschusssystemen des Typs Typhon aus den USA. Der Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Europa unter einem Mangel an langstreckenfähigen Raketenabwehrsystemen leidet. Die Berliner Regierung hat bereits eine vorläufige Anfrage an Washington gerichtet, um die Lieferung zu beschleunigen.

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Das deutsche Verteidigungsministerium beabsichtigt, drei Typhon-Startanlagen sowie 400 Tomahawk-Marschflugkörper der Version Block VB zu erwerben. Um eine schnellere Auslieferung zu sichern, ist Berlin bereit, einen höheren Preis als üblich zu zahlen. Verteidigungsminister Boris Pistorius plant in Kürze einen Besuch in Washington, um die mögliche Beschaffung persönlich zu erörtern.

Aktuell fehlt Europa eine bodengebundene Langstreckenraketenkapazität, was Bedenken hinsichtlich der Abschreckung gegen Russland aufkommen lässt. Einige Experten wie der Politikwissenschaftler Carlo Masala zweifeln daran, dass Deutschlands Vorstoß erfolgreich sein wird. Die Unsicherheit wächst, da die USA ihre militärische Präsenz in Europa verringern und damit Lücken in der regionalen Sicherheit hinterlassen.

Falls das Geschäft genehmigt wird, würde es Deutschlands Fähigkeiten zu Langstreckenangriffen deutlich stärken. Die Typhon-Systeme und Tomahawks könnten eine entscheidende Lücke in der europäischen Verteidigungsstrategie schließen. Der Ausgang hängt nun von den Verhandlungen zwischen Berlin und Washington in den kommenden Wochen ab.

Quelle