30 March 2026, 20:25

Ehegattensplitting spart Steuerzahlern 25 Milliarden Euro – wer profitiert wirklich?

Schwarz-weiß-Karte von Frankreich mit Text und Zahlen, die die Scheidungsfrequenz in der Region angeben.

Ehegattensplitting spart Steuerzahlern 25 Milliarden Euro – wer profitiert wirklich?

Deutschlands Ehegattensplitting spart Steuerzahlern jährlich rund 25 Milliarden Euro

Eine neue Analyse des Kölner Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) zeigt, wie sich diese Ersparnisse auf verschiedene Haushaltstypen verteilen. Die in der Handelsblatt veröffentlichten Ergebnisse machen deutlich, welche Familien am stärksten von den aktuellen Steuerregeln profitieren.

Für die Studie wurden Daten des Statistischen Bundesamts und des Bundesfinanzministeriums ausgewertet. Demnach fließen 67 Prozent der gesamten Steuervorteile – etwa 16,75 Milliarden Euro – an Eltern mit "steuerrelevanten Kindern", also Minderjährigen oder jungen Erwachsenen in Ausbildung oder Studium.

Weitere 33 Prozent der Ersparnisse kommen Eltern zugute, deren Kinder ihre Ausbildung bereits abgeschlossen haben. Kinderlose verheiratete Paare erhalten dagegen nur 9 Prozent der Gesamtersparnis, was etwa 2,2 Milliarden Euro pro Jahr entspricht.

Die Auswertung zeigt auch, wie sich Arbeitsmuster auf die Vorteile auswirken: Einverdienerehepaare profitieren zu 37 Prozent vom Ehegattensplitting. 63 Prozent der Ersparnisse entfallen hingegen auf Paare, bei denen beide Partner ein Einkommen beziehen. Das IW betont, dass mögliche Reformen des Systems vor allem Einverdienerehepaare treffen würden.

Insgesamt kommen 90 Prozent der Steuerersparnisse verheirateten Paaren mit Kindern zugute – sei es mit Minderjährigen oder erwachsenen Kindern in Ausbildung.

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Die Analyse zeichnet ein klares Bild davon, wer vom deutschen Ehegattensplitting profitiert: Der Großteil der 25 Milliarden Euro jährlicher Ersparnisse fließt an Familien mit unterhaltsberechtigten Kindern, insbesondere an Haushalte mit nur einem Verdienst. Jede Anpassung des Steuermodells müsste diese Verteilungsmuster berücksichtigen.

Quelle