Ein Leben auf Schienen: Wie ein Zugbegleiter Deutschland im ICE erlebt
Lilian BarthEin Leben auf Schienen: Wie ein Zugbegleiter Deutschland im ICE erlebt
Lasse Stolley hat die letzten drei Jahre auf den Zügen der Deutschen Bahn verbracht. Sein Job als Zugbegleiter führt ihn durch Städte in ganz Deutschland, und selten bleibt er lange an einem Ort. Mit nur einem Rucksack unterwegs, übernachtet er oft nachts in Erste-Klasse-Abteilen der ICE-Züge.
Stolley arbeitet in Vollzeit als Zugbegleiter für TRI Train Rental und verdient knapp 3.400 Euro brutto im Monat. Sein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Kosten für seine BahnCard 100, mit der er bis zu 1.000 Kilometer am Tag zurücklegen kann. Dank dieses Tickets hat er nicht nur Deutschland erkundet, sondern ist sogar bis nach Transnistrien und Istanbul gereist.
Trotz seines ständigen Unterwegsseins hat Stolley ein privates Leben auf Schienen aufgebaut. Seine Freundin lernte er in einer DB Lounge kennen – ein Beweis dafür, dass selbst ein nomadischer Lebensstil seine Momente der Verbundenheit bietet.
Stolleys Leben dreht sich um Züge, von der Arbeit bis zur Erholung. Seine BahnCard 100 und die Unterstützung seines Arbeitgebers machen diesen ungewöhnlichen Lebensstil erst möglich. Er lebt weiterhin aus dem Rucksack und genießt die Freiheit und Mobilität, die sein einzigartiger Alltag mit sich bringt.
