20 June 2026, 20:16

EU-Digital-Brieftasche startet 2025 – doch erste Sicherheitslücken sorgen für Kritik

Identifizieren, überwachen, kontrollieren: Die EU plant die digitale Identität

EU-Digital-Brieftasche startet 2025 – doch erste Sicherheitslücken sorgen für Kritik

Die EU entwickelt ein neues digitales Identitätssystem, das die Online- und Offline-Verifizierung vereinfachen und sicherer machen soll. Die EU-Digital-Brieftasche wird es Nutzern ermöglichen, ihre Identität nachzuweisen, Dokumente zu speichern und Dateien elektronisch zu unterzeichnen. Der Start ist für Januar in allen Mitgliedstaaten geplant.

An dem Projekt arbeiten die EU und ihre Mitgliedstaaten gemeinsam, um ein standardisiertes System zu schaffen. Die Bundesdruckerei baut das Backend für die Ausgabe der Personenidentifikationsdaten, eine zentrale Funktion der digitalen Brieftasche.

Die Wallet soll zudem mit einer Altersverifikations-App verknüpft werden, um den Zugang zu Erwachsenen-Websites einzuschränken. Kurz nach der Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gelang es IT-Sicherheitsexperten jedoch, eine erste Version dieser App zu hacken.

Nutzer behalten die Kontrolle über ihre persönlichen Daten, während sie ihre Identität bestätigen und wichtige Dokumente verwalten. Das System soll einen sicheren und unkomplizierten Zugang zu digitalen Diensten bieten. Datenschützer warnen jedoch vor möglichen Risiken einer Massenüberwachung im Zusammenhang mit der Digital-Brieftasche. Zudem könnte der Vorstoß der EU für Chatkontrolle und clientseitiges Scannen die Verschlüsselung schwächen. Trotz dieser Bedenken bleibt der Zeitplan für die Einführung im Januar unter gemeinsamen Standards bestehen.

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