29 April 2026, 12:23

Extreme Unterschiede: Was Terrassen-Gastronomie in Sachsen-Anhalt wirklich kostet

Außensitzbereich mit Tischen, Sonnenschirmen und Menschen vor einem gelben Gebäude mit der Aufschrift "Deutschen Stuben Restaurant" in Baden-Württemberg, Deutschland, unter einem blauen und weißen Himmel.

Extreme Unterschiede: Was Terrassen-Gastronomie in Sachsen-Anhalt wirklich kostet

Schrankenlos unterschiedliche Kosten: Sachsen-Anhalts Städte erheben stark variierende Gebühren für Außengastronomie – manche verzichten ganz

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Eine aktuelle Vergleichsstudie zeigt: Während Gastwirte in Wernigerode die höchsten Abgaben für ihre Terrassen zahlen, fallen in anderen Kommunen nur minimale oder gar keine Gebühren an. Die Ergebnisse haben Forderungen nach einer Reform laut werden lassen, um die angeschlagenen Innenstädte zu stärken.

Die Untersuchung bezog sich auf eine standardisierte 25 m² große Terrasse in zentraler Lage, die von Mai bis September betrieben wird. In Wernigerode müssen Betriebe mit saisonalen Kosten von 1.163 Euro rechnen – die höchsten im Land. Grund ist eine Regeländerung aus dem Jahr 2023, die zusätzliche Gebühren für Bewirtung auf Marktplätzen vorsieht.

Auch in Lutherstadt Wittenberg (750 Euro) und Halle (Saale) (700 Euro) sind die Abgaben vergleichsweise hoch. Am anderen Ende der Skala liegt Schönebeck mit nur 52 Euro, gefolgt von Zeitz (56 Euro). Fünf Städte – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben – haben die Terrassengebühren sogar komplett abgeschafft.

Der Bund der Steuerzahler plädiert dafür, die Abgaben flächendeckend zu streichen, um Cafés und Restaurants zu entlasten. Die Einnahmen aus den Terrassengebühren machten in den meisten Haushalten weniger als 0,05 Prozent aus, so der Verband. Bereits jetzt verzichte jede fünfte untersuchte Kommune auf die Erhebung.

Die Studie offenbart deutliche Unterschiede, wie Städte die Außengastronomie fördern. Angesichts des geringen finanziellen Spielraums könnte ein Wegfall der Gebühren mehr Betriebe dazu bewegen, Terrassen einzurichten – und so in den wärmeren Monaten mehr Leben in die Innenstädte bringen.

Quelle