05 June 2026, 18:17

Fake-Mahnungen für Balkon-Solaranlagen: Betrüger fordern 41,60 Euro Bußgeld

Strafzahlung für Balkonkraftwerk? Bundesnetzagentur warnt vor Betrug

Fake-Mahnungen für Balkon-Solaranlagen: Betrüger fordern 41,60 Euro Bußgeld

Betrügerische Schreiben zielen auf Besitzer kleiner Solaranlagen ab – Behörden warnen vor Fake-Mahnungen

In ganz Deutschland werden derzeit gefälschte Schreiben an Besitzer von Mini-Solaranlagen verschickt. Die betrügerischen Mitteilungen geben vor, vom Bundesnetzagentur zu stammen, und fordern die Zahlung von Bußgeldern – andernfalls drohten schwere Strafen. Die Behörden warnen nun vor dieser zunehmenden Betrugsmasche.

In den täuschend echten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Balkon-Solaranlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Innerhalb von 14 Tagen wird eine Zahlung von 41,60 Euro verlangt, bei Nichtbeachtung drohe ein „volles Bußgeld“ in Höhe von 208 Euro. Zudem werden die Besitzer aufgefordert, ihre Anlagen umgehend zu registrieren und einen jährlichen EEG-Bericht (Erneuerbare-Energien-Gesetz) einzureichen.

Die Bundesnetzagentur nennt mehrere Warnsignale, an denen sich die Fälschungen erkennen lassen – darunter falsche Absenderadressen und Telefonnummern, die nicht mit den offiziellen Angaben übereinstimmen. Zwar ist die Registrierung von Balkon-Solaranlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) tatsächlich Pflicht, doch betont die Behörde, dass dieser Vorgang kostenlos ist und bei erstmaliger Meldung keine Strafen verhängt werden.

Laut Gesetz müssen Betreiber ihre Balkon-Solaranlage innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister anmelden. Zudem ist einmal jährlich die Einspeisemenge zu melden, um die EEG-Vergütung zu erhalten. Die Bundesnetzagentur bestätigt jedoch, dass keine Bußgelder ohne vorherige offizielle Aufforderung verhängt werden.

Empfänger der gefälschten Schreiben sollten die Zahlungsforderungen ignorieren und den Vorfall bei der Polizei als Betrugsversuch anzeigen. Die Behörde versichert, dass echte Kommunikation niemals unaufgefordert Bußgelder fordere oder mit aggressiven Drohungen arbeite.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage weiter und rät Besitzern von Solaranlagen zur Vorsicht. Wer unsicher ist, ob seine Anlage korrekt registriert ist, kann dies über die offiziellen Kanäle prüfen. Durch die Meldung der betrügerischen Schreiben an die Polizei können weitere Angriffe auf Nutzer erneuerbarer Energien verhindert werden.

Quelle