Festnahme am Neustrelitzer Hauptbahnhof: Betrüger mit Kokain und offener Geldstrafe geschnappt
Siglinde WerneckeFestnahme am Neustrelitzer Hauptbahnhof: Betrüger mit Kokain und offener Geldstrafe geschnappt
Ein 41-jähriger serbischer Staatsbürger ist am Hauptbahnhof Neustrelitz festgenommen worden, nachdem er sich der Zahlung einer gerichtlich angeordneten Geldstrafe entzogen hatte. Der Mann, gegen den ein Haftbefehl vorlag, wurde am 20. März 2026 in Gewahrsam genommen. Zuvor war er in Deutschland und der Schweiz wegen Betrugs und Drogendelikten rechtskräftig verurteilt worden.
Die Festnahme erfolgte im Zusammenhang mit einem Urteil des Amtsgerichts Sömmerda aus dem Jahr 2025. Damals war der Mann wegen Sozialleistungsbetrugs schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 2.250 Euro verurteilt worden. Bei Nichtzahlung sollte die Strafe in eine 37-tägige Haftstrafe umgewandelt werden.
Bei der Festnahme durchsuchten Beamte den Mann und fanden 0,2 Gramm Kokain bei ihm. Dies führte zu zusätzlichen Anklagepunkten nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz. Da er die ausstehende Geldstrafe nicht begleichen konnte, wurde er umgehend in Untersuchungshaft genommen.
Der Mann hat zudem mit Einreisebeschränkungen im Ausland zu kämpfen: Die Schweiz hat ihm wegen ähnlicher Straftaten bis 2028 die Einreise untersagt. Aus deutschen Registerauszügen geht hervor, dass er vor seiner Festnahme im März 2026 weder Vorstrafen noch Bewährungsauflagen hatte.
Das Verfahren geht nun mit mehreren anhängigen Anklagepunkten weiter. Die deutschen Behörden werden die Geldstrafe oder die Ersatzfreiheitsstrafe vollstrecken, während die Schweizer Einreiseverbote bestehen bleiben. Das beschlagnahmte Kokain verschärft die rechtliche Situation in den laufenden Ermittlungen zusätzlich.






