Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will 2026 zuschlagen
Joseph KreuselFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will 2026 zuschlagen
Frasers Group legt 1,7-Milliarden-Pfund-Angebot für Übernahme von Hugo Boss vor
Der britische Einzelhandelskonzern Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund (rund 1,95 Milliarden Euro) für den deutschen Modehersteller Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet das Unternehmen mit 38 Euro pro Aktie. Der Schritt folgt auf starke Finanzzahlen von Hugo Boss im Jahr 2025.
Hugo Boss verzeichnete 2025 einen Umsatz von knapp 4,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) lag bei 782 Millionen Euro. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über Bruttovermögen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro und ein Nettovermögen von fast 1,6 Milliarden Euro.
Frasers Group hat sich über eine Übernahmefinanzierungsvereinbarung mit mehreren Banken eine Kreditlinie gesichert, um das Angebot zu finanzieren. Nach deutschem Übernahmerecht ist ein Pflichtangebot fällig, sobald Frasers einen Anteil von 30 Prozent an Hugo Boss erreicht. Das Unternehmen rechnet damit, die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 abzuschließen – vorbehaltlich der notwendigen behördlichen Genehmigungen.
Frasers zeigte sich überzeugt von der aktuellen Führung von Hugo Boss, darunter CEO Daniel Grieder und CFO Stephan Sturm. Frasers-Chef Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil. Die Gruppe stuft Hugo Boss als eine ihrer fünf wichtigsten Marken ein.
Die geplante Übernahme würde das Markenportfolio von Frasers Group erweitern. Der Abschluss des Deals hängt von der Erfüllung rechtlicher und regulatorischer Auflagen ab. Die finanzielle Performance und die Führung von Hugo Boss bleiben entscheidende Faktoren für die Transaktion.






