19 June 2026, 08:14

Galeria kämpft ums Überleben: 160 Millionen Euro fehlen zur Rettung

Galeria am Abgrund: Was kommt als Nächstes für die Mainzer Filiale?

Galeria kämpft ums Überleben: 160 Millionen Euro fehlen zur Rettung

Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer schweren Finanzkrise. Das Unternehmen benötigt dringend eine Kapitalzufuhr von 160 Millionen Euro, um die Insolvenz abzuwenden und seine 83 Filialen am Laufen zu halten.

Der angeschlagene Händler hat bereits Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen. Vorstandschef Tilo Hellenbock hat die Bestellungen für neue Ware in allen Standorten deutlich reduziert. Mit drastischen Rabattaktionen versucht das Unternehmen, den Umsatz zu steigern und die Gehälter der 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren.

Ein möglicher Kredit über 160 Millionen Euro soll eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mieten begleichen. Ohne diese Mittel könnten einige Filialen bereits in diesem Sommer wegen Warenmangels schließen müssen. Selbst wenn der Kredit zustande kommt, bleibt das Überleben der Kette unsicher – allein wegen der monatlichen Verluste in Millionenhöhe.

Ein Deal mit dem Investor Gordon Brothers könnte Entlastung bringen. Allerdings müsste Galeria im Rahmen der Vereinbarung etwa 30 seiner 83 Filialen schließen. Der Sanierungsplan sieht zudem eine Verkleinerung der Verkaufsflächen und die Vermietung von Bereichen an externe Mieter vor. Ziel ist es, das Unternehmen bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen.

Trotz Sparmaßnahmen und potenzieller Finanzhilfen bleibt die Zukunft von Galeria ungewiss. Um eine sofortige Schließung zu vermeiden, muss der Kredit gesichert werden – doch eine langfristige Stabilität ist keineswegs garantiert. Der vorgeschlagene Deal mit Gordon Brothers würde dennoch erhebliche Filialschließungen und einen tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess bedeuten.

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