Gifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – wer rettet das historische Juwel?
Siglinde WerneckeGifhorns Mühlenmuseum droht der Verfall – wer rettet das historische Juwel?
Gifhorns Mühlenmuseum leidet unter schwerem Verfall nach Jahren der Vernachlässigung und finanzieller Probleme
Nach Jahren des Leerstands und finanzieller Engpässe ist das Mühlenmuseum in Gifhorn in einem besorgniserregenden baulichen Zustand. Dringende Sanierungsmaßnahmen sind nun erforderlich, um weitere Schäden zu verhindern.
Der bisherige Betreiber, ein privates Unternehmen, war für die Instandhaltung zuständig, hat jedoch kürzlich Insolvenz angemeldet. Dadurch blieb das Gebäude ohne ausreichende Pflege, was den Verfall beschleunigte. Zu den Schäden zählen von Holzwürmern befallene Balken in der Viktoria-Bockwindmühle sowie bröckelnde Dachziegel am Seiteneingangstor.
Die Stadtverwaltung führt den Zustand auf jahrelange Vernachlässigung und die natürliche Alterung der Baumaterialien zurück. Ohne sofortiges Handeln werde sich der Verfall verschlimmern – mit deutlich höheren Sanierungskosten in der Zukunft.
Um die Krise zu bewältigen, schlägt die Verwaltung vor, 280.000 Euro aus dem Haushalt 2026 für Notinstandsetzungen umzuwidmen. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung über die Mittel entscheiden. Offizielle Vertreter betonen, dass der Erhalt des Museums eine öffentliche Aufgabe und Verantwortung der Stadt sei.
Das Museum hatte bereits mit weiteren Problemen zu kämpfen, darunter Strafverfahren gegen den früheren Betreiber und die Insolvenz des Unternehmens. Diese Umstände ließen der Stadt keine andere Wahl, als einzugreifen und die Finanzlücke selbst zu schließen.
Sollte der Antrag genehmigt werden, fließen die 280.000 Euro in dringende Reparaturen, um das Gebäude zu stabilisieren. Ziel der Maßnahme ist es, den weiteren Verfall zu stoppen und noch höhere Folgekosten zu vermeiden. Die Entscheidung liegt nun beim anstehenden Ratsbeschluss.






