Gipsabbau in Unterfranken: Knauf-Projekt vor entscheidender Bergamts-Entscheidung
Artur HofmannGipsabbau in Unterfranken: Knauf-Projekt vor entscheidender Bergamts-Entscheidung
Die Regierung von Unterfranken hat das Gipsabbauprojekt des Unternehmens Knauf geprüft und kommt zu dem Schluss, dass es keine unkontrollierbaren Risiken birgt – vorausgesetzt, strenge Auflagen werden eingehalten. Das Gebiet ist von entscheidender Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden. Knauf begrüßte die Bewertung als fachliche Bestätigung für das Vorhaben.
Vor der Bekanntgabe fand eine umfassende Prüfung statt. Dabei wurden 79 Behörden angehört und im Rahmen des Raumordnungsverfahrens über 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte zudem mehr als 5.600 Unterschriften.
Laut der Bewertung bleibt zwar ein Restrisiko bestehen, dieses sei jedoch beherrschbar. Sollte der Grundwasserspiegel sinken, müsste der Abbau sofort eingestellt werden. Die Grünen kritisierten die Ergebnisse und warfen vor, die Gefährdung des Trinkwassers werde unterschätzt.
Knauf plant, 50 Jahre lang unterirdisch Gips abzubauen und jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Das Unternehmen muss dabei strenge behördliche Vorgaben einhalten. Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende ein Urteil erwarten lässt.
Das Projekt steht noch vor der Entscheidung des Bergamts Nordbayern. Bei einer Genehmigung würde Knauf unter strengen Auflagen zum Schutz des Grundwassers arbeiten. Das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob die langfristigen Abbaupläne umgesetzt werden können.
