30 June 2026, 12:20

Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Protesten und Sicherheitsbedenken

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt Atomlager für weitere 20 Jahre – trotz Protesten und Sicherheitsbedenken

Atomanlage Gorleben: Zwischenlager für Atommüll bleibt weitere 20 Jahre in Betrieb

Die deutsche Atomanlage Gorleben wird als Zwischenlager für hochradioaktiven Abfall weitere 20 Jahre länger betrieben. Die Entscheidung fällt inmitten anhaltender Verzögerungen bei der Suche nach einem Endlager für die gefährlichen Abfälle. Die aktuelle Betriebsgenehmigung wäre 2034 nach vier Jahrzehnten Nutzung ausgelaufen.

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Das Lager Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet – mit dünneren Wänden und Decken als neuere Anlagen. Zwischen 1995 und 2011 trafen dort in 13 Transporten insgesamt 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall ein. Jeder dieser Transporte löste massive Proteste von Umweltschützern aus.

Der Betreiber BGZ begründet die Verlängerung mit Sicherheitserfordernissen. Auch unter der verlängerten Genehmigung werden regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen stattfinden. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) begleitet das Genehmigungsverfahren.

Zudem soll die Verlängerung dazu beitragen, das Fachwissen der Beschäftigten zu erhalten. Ohne sie bestünde die Gefahr, dass entscheidende Kompetenzen verloren gehen, während eine dauerhafte Lösung noch aussteht.

Die Betriebsgenehmigung gilt nun bis 2054. Umweltverbände haben bereits Widerspruch gegen die Entscheidung angekündigt. Bis ein Endlager bereitsteht, bleibt Gorleben vorerst der Standort für die Lagerung des Atommülls.

Quelle