Grüne attackieren Wegner: "Berlin wird unter seiner Führung ausgebremst"
Artur HofmannSpitzenkandidatin der Grünen Graf wirft Wegner mangelnde Planung vor - Grüne attackieren Wegner: "Berlin wird unter seiner Führung ausgebremst"
Die Berliner Grünen haben scharfe Kritik an Regierendem Bürgermeister Kai Wegner geübt und werfen ihm schwache Führung sowie unhaltbare Versprechen vor. Spitzenkandidat Werner Graf behauptet, die Stadt werde unter Wegners Regierung ausgebremst – mit einer Politik, die Eigeninteressen über das Gemeinwohl stelle.
Die Angriffe der Grünen erfolgen vor ihrem zweitägigen Parteitag, auf dem sie ihr Wahlprogramm finalisieren wollen. Zu den zentralen Forderungen zählen strengere Klimaschutzmaßnahmen, mehr bezahlbarer Wohnraum und ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im Verkehrssektor. Graf betont, die Partei wolle nach der Septemberwahl die Politik wieder stärker an den Bedürfnissen der Berlinerinnen und Berliner ausrichten.
Wegners Regierung steht insbesondere in der Klimapolitik in der Kritik, inkonsistent zu handeln. Zwar unterzeichnete der Bürgermeister im Januar 2026 den Klimapakt 2025–2030, der 13,6 Milliarden Euro von Landesbetrieben und 2,3 Milliarden Euro aus dem Senat für CO₂-Reduktionen vorsieht – doch die Widersprüche sind offenkundig. Der Pakt sieht vor, die Emissionen bis 2030 um 70 Prozent zu senken, öffentliche Fuhrparks klimaneutral umzurüsten und bis 2045 insgesamt Klimaneutralität zu erreichen. Die Grünen verweisen jedoch auf anhaltende fossile Projekte wie neue Heizkraftwerke als Beleg für gebrochene Zusagen.
Zu den zentralen Vorhaben des Pakts gehören der Ausbau von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden, die Dekarbonisierung der Fernwärme und die energetische Sanierung von Wohngebäuden. Einige Maßnahmen – etwa Einschränkungen beim Streuen von Gehwegen im Winter – wurden jedoch von Gerichten kassiert. Graf wirft Wegner vor, es fehle an klarer Führung, wodurch Berlins Potenzial ungenutzt bleibe.
Im Wahlkampf setzen die Grünen darauf, Wegners 'fehlgeleitete Politik' zurückzudrehen. Ihr Programm fordert schnellere Klimaschutzmaßnahmen, bessere Wohnraumpolitik und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im Verkehr. Ein Erfolg der Partei im September könnte die politische Ausrichtung Berlins in diesen Fragen entscheidend prägen.
Greens unveil election manifesto: Climate, housing, and Wegner's replacement top agenda
The Berlin Greens have unanimously approved their 2026 election manifesto, titled 'Politik ändern, Berlin bleiben,' at their state party conference on 14–15 February 2026. Key priorities include:
- Climate protection as the first chapter, with a pledge to implement the 'Deutsche Wohnen & Co. enteignen' referendum.
- A bold promise from Spitzenkandidat Werner Graf to replace Mayor Kai Wegner via 'Eigenbedarf' if elected.
- Neutral stance on Berlin's car-free S-Bahn ring proposal, contrasting with earlier CDU opposition.





