Grüne fordern härteres Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland
Artur HofmannGrüne fordern härteres Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland
Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, hat schärfere Maßnahmen gegen Antisemitismus in Deutschland gefordert. Er verurteilte die jüngste Welle von Hass und Gewalt gegen jüdische Gemeinden als „völlig inakzeptabel“. Seine Forderung kommt vor dem Hintergrund wachsender Sicherheitsbedenken seit dem Hamas-Angriff auf Israel im vergangenen Oktober.
In einer Stellungnahme zu den zunehmenden antisemitischen Vorfällen bezeichnete von Notz die Lage als „absolut inakzeptabel und abscheulich“. Er warnte davor, Hass gegen Jüdinnen und Juden mit Verweis auf die Politik der Netanjahu-Regierung zu rechtfertigen – dies sei ein „schrecklicher Weg“ und zeuge von „reiner Menschenverachtung“.
Er verwies auf eine Umfrage des Zentralrats der Juden in Deutschland, aus der hervorgeht, dass sich mittlerweile mehr als zwei Drittel der jüdischen Gemeinden im Land weniger sicher fühlen. Die Ergebnisse spiegeln die wachsende Angst in der jüdischen Bevölkerung wider, die seit der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten weiter zugenommen hat.
Von Notz betonte, die deutsche Gesellschaft müsse hier klar Position beziehen. Antisemitismus müsse „überall und zu jeder Zeit mit allen rechtlichen Mitteln“ bekämpft werden, forderte er.
Die Äußerungen des Grünen-Politikers erfolgen vor dem Hintergrund gestiegener Spannungen und einer dokumentierten Zunahme antisemitischer Angriffe. Sein Appell zu entschlossenem Handeln spiegelt die breiten Sorgen um die Sicherheit jüdischen Lebens in Deutschland wider. Regierung und Öffentlichkeit stehen nun unter Druck, das Problem mit größerer Dringlichkeit anzugehen.






