Grüne starten finale Wahlkampfoffensive mit Fokus auf Klimaschutz und ÖPNV-Revolution
Joseph KreuselGrüne starten finale Wahlkampfoffensive mit Fokus auf Klimaschutz und ÖPNV-Revolution
Die Grünen haben ihre letzte Wahlkampfoffensive vor der Landtagswahl gestartet. Mit einem Fokus auf Klimaschutz und öffentlichen Nahverkehr strebt die Partei an, mindestens fünf Prozent der Stimmen zu holen, um im Parlament vertreten zu bleiben. Die Co-Vorsitzende Franziska Brantner präsentiert die Wahl als Chance, neue Hoffnung und Fortschritt in Umweltfragen zu wecken.
Im Mittelpunkt des Wahlprogramms der Grünen steht die Klimaneutralität bis 2035. Zu ihren Vorschlägen gehört ein „Erneuerbare-Nachbarschafts-Bonus“, der Anwohnern von Wind- oder Solarparks die Netzentgelte erlassen würde. Ein weiteres zentrales Versprechen ist ein stündlicher ÖPNV-Takt sowie ein kostenloses, bundesweites Nahverkehrsticket für alle unter 27 Jahren.
Brantner kritisierte die amtierende rot-rote Koalitionsregierung scharf und warf ihr „lähmende Inkompetenz und Untätigkeit“ im Klimaschutz vor. Zudem beschuldigte sie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Investitionen in erneuerbare Energien gekürzt zu haben. In einer direkten Herausforderung forderte Brantner Bundeskanzler Friedrich Merz auf, gegen die sogenannte Schattenflotte vorzugehen – eine Gruppe von Schiffen, die angeblich genutzt wird, um Sanktionen zu umgehen.
Der Wahlkampf der Grünen betont neben weiteren Umweltzielen besonders den Meeresnaturschutz. Brantner sprach von einem „Wind der Hoffnung“ und bezog sich auf ein „Meer der Freiheit“, wobei sie die Wahl als Wendepunkt für die Klimapolitik darstellte. Die Partei ist entschlossen, in der nächsten Regierung eine Rolle zu spielen – vorausgesetzt, sie überwindet die Fünf-Prozent-Hürde.
Die Grünen müssen mindestens fünf Prozent der Stimmen erreichen, um ihre Sitze im Landtag zu behalten. Nun müssen sich ihre Pläne zu Klimaneutralität, öffentlichem Verkehr und Fördermaßnahmen für erneuerbare Energien dem Urteil der Wähler stellen. Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die Partei in der Region weiter eine politische Kraft bleibt.






