Güterbahn-Chaos: Warum Deutschlands Schienennetz am Limit ist und Lieferketten leiden
Joseph KreuselGüterbahn-Chaos: Warum Deutschlands Schienennetz am Limit ist und Lieferketten leiden
Deutschlands Güterbahnsektor kämpft mit anhaltenden Störungen durch wiederholte Infrastrukturausfälle
Der jüngste bundesweite Ausfall des GSM-R-Bahnfunksystems hat Schwächen in den Notfallprotokollen offengelegt und die Verspätungen sowie das operative Chaos weiter verschärft.
Der Bundesverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) weist auf schwerwiegende strukturelle Probleme im Schienennetz hin. Die mehrtägigen Behinderungen rund um Christi Himmelfahrt zeigten Mängel in den Fahrplänen und Leitstellen auf. Güterverkehrsunternehmen arbeiten mittlerweile in einem Dauerausnahmezustand, was Lieferketten belastet und das Personal überlastet.
Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbandes, kritisierte die DB InfraGO scharf, weil das Unternehmen die wachsenden betrieblichen Herausforderungen nicht in den Griff bekomme. Der Verband fordert den Verkehrsausschuss des Bundestags nun zum raschen Handeln auf. Gefordert werden eine stärkere staatliche Aufsicht über die Schieneninfrastruktur sowie die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur (BASchi), das den Betreiber steuern und überwachen soll.
Zudem verlangt der Verband von der Bundesregierung, die Kontrolle über die DB InfraGO zu verschärfen. Ziel ist es, das System zu stabilisieren und weitere Zusammenbrüche zu verhindern.
Zu den zentralen Forderungen gehören Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der Schieneninfrastruktur sowie die Einrichtung einer eigenen Aufsichtsbehörde. Ohne entschlossenes Handeln drohen dem Sektor weitere Störungen im Güterverkehr und in den Lieferketten.
