Halle reißt Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Zukunftszentrum ab
Artur HofmannHalle reißt Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für neues Zukunftszentrum ab
Halle (Saale) hat Pläne bekannt gegeben, seine beiden markanten Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029 abzureißen. Die Entscheidung fällt im Rahmen der Vorbereitungen für das neue „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ sowie aufgrund der abgelaufenen Lebensdauer der Bauwerke. Zudem überprüft die Stadt weitere Spannbetonbrücken, darunter auch die am Franckeplatz.
Der Abriss erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit von Spannbeton, der verborgene Schäden entwickeln kann, die sich erst durch Risse an der Oberfläche erkennen lassen. Nach dem Einsturz der Carola-Brücke in Dresden hatte Halle Sonderinspektionen an seinen eigenen Bauwerken beschleunigt, um deren Sicherheit zu bewerten. Behörden bestätigten, dass die Brücke am Franckeplatz derzeit keine akute Gefahr darstellt und sich in einem besseren Zustand befindet als die Riebeckplatz-Brücken.
René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung in Halle, erklärte, die Franckeplatz-Brücke sei unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit dem Riebeckplatz konstruiert worden. Er wies Spekulationen zurück, diese wichtige Verkehrsverbindung aufzugeben. In den kommenden Jahren müsse ein langfristiges Konzept für die Zukunft der Strecke erarbeitet werden.
Bei anderen zentralen Flussquerungen, etwa über die Saale und die Elisabethsaale, plant die Stadt, diese bei altersbedingtem Verschleiß durch baugleiche Konstruktionen zu ersetzen. Die Riebeckplatz-Brücken weichen dem neuen kultur- und geschichtsträchtigen Zentrum. Die Stadt wird ihre Spannbeton-Infrastruktur weiterhin überwachen, um Risiken vorzubeugen. Der Ersatz zentraler Flussüberquerungen erfolgt nach dem Prinzip des gleichwertigen Ersatzes, sobald sie das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen.
