Hamburgs Kinderrechts-Ombudsstelle OHA! droht wegen Finanznot die Schließung
Siglinde WerneckeHamburgs Kinderrechts-Ombudsstelle OHA! droht wegen Finanznot die Schließung
Hamburger Ombudsstelle OHA! Anwältin für Kinder- und Jugendrechte vor der Schließung
Die Ombudsstelle OHA! Anwältin für Kinder- und Jugendrechte in Hamburg steht möglicherweise vor dem Aus. Die Bildungsbehörde der Stadt plant, sie mit einer neuen Ombudsstelle für Kitas zusammenzulegen und schreibt das Mandat neu aus. Dieser Schritt bringt den Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH), der die Stelle trägt, in finanzielle Bedrängnis.
Offene Angebote für Kinder und Jugendliche in Hamburg leiden seit Langem unter unzureichender Förderung. Seit ihrer Gründung 2021 bearbeitet die OHA-Stelle jährlich rund 300 Beratungsfälle. Anja Post-Martens, eine der Geschäftsführerinnen des Verbands, bestätigte, dass die ursprüngliche Ausschreibung für die OHA auch Betreuungsangebote umfasste.
Der VKJH kämpft nun mit der Deckung der Verwaltungskosten. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wären jährlich zusätzliche 120.000 Euro für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle nötig. Ohne eine Lösung bis Ende Juni könnte der Verband seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter abgeben müssen.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und kritisiert das erneute Vergabeverfahren. Die Entscheidung der Stadt, die OHA-Stelle aufzulösen, verschärft die Dringlichkeit der Lage. Dem VKJH droht wegen unsicherer Finanzierung die Insolvenz. Kommt es zu keiner Einigung, könnte die OHA-Stelle mit ihren Angeboten wegfallen. Die weiteren Entwicklungen hängen von den anstehenden Verhandlungen zwischen dem Verband und der Bildungsbehörde ab.






