24 June 2026, 14:15

Hamburgs medizinische Notfallhilfe für Migrant:innen steht vor dem Kollaps

Notfallfonds Kann Behandlungskosten Nicht Mehr Bezahlen

Hamburgs medizinische Notfallhilfe für Migrant:innen steht vor dem Kollaps

Hamburgs Notfallhilfe für unversicherte Migrant:innen ist ohne Geld – seit Mitte Mai 2023 bleiben viele ohne Behandlung

Die Stadt hat keine zusätzlichen Mittel bewilligt, was die Unterstützungseinrichtung Medinetz als kurzsichtig und gefährlich kritisiert.

Die Clearingstelle im Hamburger Flüchtlingszentrum ermöglicht seit 2012 unversicherten Personen den Zugang zu medizinischer Versorgung. Dringende Behandlungen werden über einen kommunalen Notfallfonds finanziert – doch dieser ist nun aufgebraucht. 2024 erhielten 678 von 781 Klient:innen eine Kostenübernahme; für Behandlungen und Medikamente wurden rund 718.000 Euro ausgegeben.

Die Nachfrage nach Beratungen stieg stark an: von 284 im Jahr 2012 auf über 2.300 in diesem Jahr. Dennoch wurde das Budget nie dauerhaft erhöht, um den Bedarf zu decken. 2024 waren zunächst nur 500.000 Euro vorgesehen, im Mai kamen 100.000 Euro hinzu. Weitere Mittel wurden nicht freigegeben, und rückwirkende Aufstockungen sind nicht geplant.

Ähnliche Hilfsnetzwerke gibt es auch in anderen norddeutschen Bundesländern wie Bremen, Hannover und Schleswig-Holstein. Medinetz fordert Hamburg nun auf, sein Koalitionsabkommen einzuhalten: Die Initiative verlangt Soforthilfen sowie ein nachhaltiges, bedarfsgerechtes System für die Zukunft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ohne den Notfallfonds drohen viele unversicherte Migrant:innen ohne Behandlung zu bleiben. Ihre gesundheitliche Situation könnte sich verschlimmern, in schweren Fällen mit möglicherweise tödlichem Ausgang. Da die Stadt keine weiteren Gelder bereitstellt, gibt es für den Rest des Jahres keine Unterstützung mehr.

Quelle