15 May 2026, 12:45

Hamburgs riskante Wette: Olympische Spiele oder teure Luftnummern?

Buch mit dem Titel "Olympische Übersicht Offizielle Veröffentlichung der Olympischen Bewegung" mit einem Stadtbild auf dem Cover, das auf einer flachen Oberfläche liegt.

Hamburgs riskante Wette: Olympische Spiele oder teure Luftnummern?

Hamburg bereitet sich auf entscheidende Abstimmung über Olympische Spiele Ende Mai 2023 vor

Die Hansestadt Hamburg steht vor einer wegweisenden Volksabstimmung über die Bewerbung als Austragungsort der Olympischen Spiele. Der Senat wirbt mit wirtschaftlichen Wachstumschancen und dringend benötigter Infrastruktur. Doch Kritiker zweifeln, ob die langfristigen Vorteile die immensen Kosten rechtfertigen.

Um die Bürger zu überzeugen, hat der Senat mehrere Anreize vorgestellt: darunter neue U-Bahn- und S-Bahn-Linien, ein modernisierter Hauptbahnhof sowie ein bezahlbares Wohnviertel. Zudem werden ein neues Stadion und Millionengewinne in Aussicht gestellt. Die voraussichtlichen Sicherheitskosten – die sich auf Milliarden belaufen – bleiben jedoch unerwähnt.

Viele dieser Projekte waren bereits vor der Olympiabewerbung in Planung. Nun argumentiert der Senat, sie könnten nur realisiert werden, falls Hamburg den Zuschlag erhält. Gegner halten dagegen: Wichtige städtische Investitionen dürften nicht von einem unsicheren und teuren Großereignis abhängig gemacht werden.

Kritiker bezeichnen die Olympischen Spiele als aufgeblähtes Kommerzunternehmen mit fragwürdiger Steuerung. Manche fordern, die Veranstaltung ganz abzuschaffen oder dauerhaft an einem Standort auszurichten. Andere bezweifeln, dass Hamburg über genug kulturelle Strahlkraft verfügt, um nach den Spielen den Tourismus aufrechtzuerhalten.

Vor dem Referendum findet in der Stadt eine Reihe großer Veranstaltungen statt – darunter der Marathon, der Hafengeburtstag und die Harley Days. Auch die Online Marketing Rockstars-Konferenz, der Ironman-Wettbewerb und das Schlagermove-Festival stehen auf dem Programm. Diese Events könnten die öffentliche Meinung vor der Abstimmung beeinflussen.

Senator Andy Grote schlägt vor, die Sicherheitskosten durch den Einsatz zukünftiger Technologien zu senken. Der Senat bleibt zuversichtlich, dass die Olympischen Spiele Hamburg international sichtbarer machen und die Wirtschaft stärken werden.

Die Volksabstimmung wird entscheiden, ob Hamburg seine Olympiabewerbung fortsetzt. Bei einer Zustimmung würden die mit den Spielen verbundenen Infrastrukturprojekte umgesetzt. Bei einer Ablehnung müsste der Senat nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für die geplanten Vorhaben suchen.

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