05 May 2026, 06:30

Haßelmann attackiert Scholz und Merz: "Reißt euch zusammen und handelt!"

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Haßelmann attackiert Scholz und Merz: "Reißt euch zusammen und handelt!"

Bundestagsfraktionschefin der Grünen, Britta Haßelmann, greift Kanzler Olaf Scholz und Oppositionsführer Friedrich Merz scharf an

Die Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Britta Haßelmann, hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz (CDU) heftig kritisiert. Beide hätten in einer Zeit drängender Herausforderungen die Erwartungen der Bürger enttäuscht, warf sie ihnen in einer Debatte über Infrastruktur, Energiepolitik und soziale Reformen vor.

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Haßelmann richtete ihre Kritik zunächst gegen Scholz: Er pflege die Gewohnheit, „Erwartungen ins Unermessliche zu steigen, die Menschen dann vor den Kopf zu stoßen – und am Ende nur das absolute Minimum zu liefern“. Die Regierung müsse endlich liefern, forderte sie direkt: „Reißt euch zusammen und handelt!“ Die Grünen, betonte sie, kämpften für echte Veränderungen – etwa den Ausstieg aus fossilen Energien und die Umsetzung sozialer Reformen.

An Merz gerichtet, griff sie zu einer Fußball-Metapher, um seine Untätigkeit zu brandmarken: „Friedrich Merz steht schlicht nicht auf dem Platz.“ Obwohl der CDU-Chef Scholz einst als „Machtklempner“ verspottet habe, sei es nun er selbst, der versage. Trotz optimaler finanzieller Voraussetzungen für Infrastrukturinvestitionen fehle es an entscheidendem Handeln, so Haßelmann.

Gleichzeitig stellte sie klar, dass ihre Partei keinen vorzeitigen Bruch der Koalition anstrebe. Vielmehr seien die Grünen bereit, Verantwortung für „wirksame Reformen“ zu übernehmen – mit Fokus auf konkrete Verbesserungen für die Bürger, nicht auf politische Instabilität.

Haßelmanns Äußerungen spiegeln wachsende Frustration über die Regierungsarbeit und die Haltung der Opposition wider. Die Grünen haben ihre Prioritäten klar benannt: nachvollziehbare Pläne für Energie, Infrastruktur und sozialen Fortschritt. Nun wird sich zeigen müssen, ob aus diesen Forderungen Taten werden.

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