29 March 2026, 16:25

Heino-Konzert in Bad Belzig spaltet Stadt nach umstrittenem Hymnen-Streit

Eine Gruppe von Menschen mit einem Transparent, auf dem "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" steht, und einer Flagge, im Hintergrund Straßenmasten, Laternen, Bäume, Kräne, ein Gebäude und ein bewölkter Himmel.

Heino-Konzert in Bad Belzig spaltet Stadt nach umstrittenem Hymnen-Streit

Heino-Konzert in Bad Belzig zieht 800 Fans an – und löst Debatte aus

Ein Konzert des deutschen Sängers Heino in Bad Belzig lockte rund 800 Fans an, die zu Hits wie Karamba, Karacho, ein Whiskey und Die schwarze Barbara tanzten. Die Veranstaltung sorgte jedoch für Diskussionen, nachdem ein örtlicher Feuerwehrmann eine umstrittene Version der Nationalhymne gespielt hatte. Heino verteidigte den Mann später und inszenierte den Auftritt als Zeichen der Solidarität.

Der Abend fand zeitgleich mit einer konkurrierenden "Party für Vielfalt" statt – ein Zeichen für die kulturellen und politischen Spannungen in der Stadt.

Streit um die Nationalhymne Die Kontroverse begann, als der Bad Belziger Feuerwehrmann Richard Mänder von seinem Einsatz bei einer Feuerwehrmeisterschaft suspendiert wurde. Er hatte Heinos Aufnahme von Das Lied der Deutschen aus den 1970er-Jahren gespielt – inklusive der ersten Strophe, die seit 1952 kaum noch gesungen wird, da sie historisch mit nationalistischen Bewegungen verbunden ist. Gruppen wie der "Stahlhelm" und die DNVP hatten diese Strophe in den 1920er- und 30er-Jahren als Protest gegen den Versailler Vertrag propagiert, doch keine größere Partei unterstützt sie seitdem offiziell.

Heino zeigt Solidarität – und polarisiert Heino kritisierte Mänders Entlassung scharf und organisierte das Konzert in Bad Belzig als Unterstützung. Während des Auftritts sang er Layla, einen Song mit umstrittenen Texten, doch das Publikum jubelte begeistert. Zum Abschluss betrat Mänder die Bühne, schwenkte eine Deutschlandfahne und erhielt von Heino Merchandise-Artikel, während die Fans seinen Namen skandierten.

Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, das Konzert habe einzig dem Ziel gedient, Mänder zu unterstützen, und wies Vorwürfe zurück, der Sänger habe rechtspopulistische Ansichten. Mänder selbst distanzierte sich von rechtsextremen Tendenzen, bedauerte aber das Missverständnis und argumentierte, er dürfe nicht als Einziger zur Verantwortung gezogen werden.

Politische Echo und gespaltene Stadt Auf Social Media lobte der AfD-Politiker Lars Schieske Heinos Auftritt und heizte die Debatte weiter an. Zeitgleich fand in Bad Belzig die "Party für Vielfalt" statt – ein Kontrastprogramm, das die kulturellen Gegensätze in der Stadt an diesem Abend unterstrich.

Das Konzert endete mit öffentlicher Unterstützung für Mänder durch Heino und das Publikum. Zwar wies das Sänger-Team politische Unterstellungen zurück, doch die Auseinandersetzung um nationale Symbole und ihre historische Bedeutung hält an. Mänder bleibt vorerst von seinen Feuerwehrpflichten suspendiert, doch die gezeigte Solidarität beim Konzert hat in der Gemeinde Spuren hinterlassen.

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