"Helden": Junge Künstler dekonstruieren Heldentum mit schwarzem Humor und Philosophie
Artur Hofmann"Helden": Junge Künstler dekonstruieren Heldentum mit schwarzem Humor und Philosophie
Das junge Kollektiv Active Player NK präsentiert seine neueste Produktion „Helden“
In „Helden“ setzt sich das Stück mit dem Begriff des Heldentums auseinander – eine Mischung aus Philosophie, gesellschaftlicher Beobachtung und schwarzem Humor. Geschrieben und aufgeführt wird das Werk ausschließlich von jungen Menschen zwischen 12 und 26 Jahren.
Leiter des Ensembles ist Mohammad Eliraqui, der 2022 die künstlerische Verantwortung übernahm. Seine eigene Schauspielkarriere begann im Heimathafen Neukölln, einem Ort, der für seine kostenlosen Workshops bekannt ist. Aufgrund der großen Nachfrage werden die Plätze dort mittlerweile per Losverfahren vergeben.
Bei „Helden“ übernahm Eliraqui die Regiearbeit, räumte der jungen Besetzung aber bewusst großen gestalterischen Freiraum ein. Die Choreografie stammte von Lujain Mustafa, die auch selbst auf der Bühne stand. Ihre Arbeit umfasst sowohl Kampfszenen als auch Tanzeinlagen.
Die Handlung führt verschiedene Charaktere ein, die moderne Themen verkörpern: Jovana steht für die Kurzsichtigkeit des Kapitalismus, während Greta den Fokus auf langfristige Wirkung repräsentiert. Eine weitere Figur, Mohammed Amin, verlangt 500 Euro für eine Rettungsmission – eine Anspielung auf die finanziellen Herausforderungen, mit denen Künstler konfrontiert sind.
Das Stück feiert die furchtlose Kreativität der jungen Darsteller:innen, die sich selbstbewusst ausdrücken und komplexe Ideen auf die Bühne bringen. „Helden“ ist aktuell Teil der neuen Spielzeit von Active Player NK.






