Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Artur HofmannHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein gesellschaftliches Engagement
Der Sänger Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Die seit 1997 jährlich verliehene Ehrung würdigt Persönlichkeiten, die die demokratische Gesellschaft stärken. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro verbunden.
Bei der Verleihungszeremonie kritisierte der 70-Jährige Politiker dafür, in den vergangenen zwei Jahrzehnten versagt zu haben, angemessen mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Besonders nannte er die Bundeskanzler Angela Merkel und Olaf Scholz, die seiner Ansicht nach zu zentralen Themen geschwiegen hätten. Grönemeyer verglich ihre mangelnde Dialogbereitschaft mit der Teamarbeit von Fußballspielern auf dem Platz.
In seiner Dankesrede rief er die Bürger dazu auf, selbst aktiv zu werden und eine Bewegung zu schaffen, in der die Menschen einander unterstützen. Er erinnerte an das Jahr 2015, als Deutschland Geflüchtete mit offenen Armen aufnahm. Der Musiker warb zudem für eine optimistische Zukunftsvision und lehnte ein Leben in Angst ab.
Die Auszeichnung ehrt Grönemeyers langjähriges Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In seiner Rede forderte er mehr bürgerliches Engagement und eine bessere politische Kommunikation. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert.
