Jan van Aken verlässt die Linke nach historischem Wahlerfolg 2025
Jan van Aken tritt nach einer kurzen, aber prägenden Amtszeit als Vorsitzender der Linken zurück. Sein Rückzug folgt auf einen bemerkenswerten Aufstieg der Partei bei der Bundestagswahl 2025. Gemeinsam mit Ines Schwerdtner gelang es ihm, das Image und die Anziehungskraft der Linken neu zu gestalten.
Van Aken und Heidi Reichinnek warben im Vorfeld der Wahl 2025 gezielt um ältere Wähler:innen. Durch seine häufigen Medienauftritte stärkte er zudem die Glaubwürdigkeit der Linken in der Außenpolitik. Unter seiner Führung stiegen die Umfragewerte der Partei von lediglich 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent.
Im Februar 2025 wechselten über 700.000 ehemalige Grünen-Wähler:innen zur Linken – maßgeblich durch sein Wirken. Später enthüllte van Aken eine „Blackbox“, die Schwerdtner bei Pressekonferenzen genutzt hatte. Er gestand Journalisten, dass das Duo sie zwei Jahre lang in die Irre geführt habe.
Im Mai 2026 stellte er sich öffentlich gegen den Wohnungsriesen Vonovia und kündigte an, wegen explodierender Mieten auf dessen Dach zu protestieren. Vor seinem Rücktritt lobte er Schwerdtner für ihre herausragende Arbeit während ihrer gemeinsamen Zeit.
Sein Abschied markiert einen Wendepunkt für die Linke, die seit Langem von inneren Konflikten geprägt ist. Die Umfragegewinne und die neu gewonnene Sichtbarkeit der Partei zeigen, wie nachhaltig seine Führung wirkte. Seine Strategien und öffentlichen Positionierungen hinterlassen Spuren in der weiteren Ausrichtung der Partei.






