Kai Wegners Zukunft als Berlins Bürgermeister hängt an 100 entscheidenden Tagen
Siglinde WerneckeKai Wegners Zukunft als Berlins Bürgermeister hängt an 100 entscheidenden Tagen
Kai Wegners Amt als regierender Bürgermeister Berlins wackelt – nur noch 100 Tage bis zur Wahl
Mit der anstehenden Wahl in nur noch 100 Tagen steht Kai Wegners Position als regierender Bürgermeister Berlins auf dem Spiel. Sollte seine Partei die Abstimmung am 20. September 2023 verlieren, könnte seine Amtszeit enden. Trotz jüngster Kritik und Rückschläge hat die CDU ihn erneut als Spitzenkandidaten bestätigt.
Auf dem Landesparteitag am Dienstagabend setzte die CDU Kai Wegner ohne Alternative als ihren Kandidaten durch. Kein anderer Bewerber kristallisierte sich als tragfähige Option heraus. Wegners Führung stand zuletzt wegen seines Krisenmanagements bei Stromausfällen, winterlichen Glättegefahren und einem Subventionsskandal in der Kritik.
2023 hatte Wegner die CDU mit 28,2 Prozent der Stimmen zum Sieg geführt – deutlich vor der SPD, die auf 18,4 Prozent kam. Seither erinnert er die Wähler daran, dass Umfragen trügen können, und verweist auf seinen früheren Erfolg. SPD-Landeschef Raed Saleh hingegen schrieb Wegner in einer Strategiesitzung 2023 bereits ab.
Selbst wenn die CDU nach der Wahl aus einer Regierungsbeteiligung ausgeschlossen würde, bliebe Wegner zunächst geschäftsführend im Amt. Als Landesvorsitzender der Partei stünde sein Rücktritt jedoch wahrscheinlich an, sollte er die Wahl verlieren. Aktuelle Entscheidungen, wie die überstürzte Berufung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung, haben den Druck auf seine Führung weiter erhöht.
Wegners politische Zukunft hängt nun vom Wahlausgang ab. Eine Niederlage könnte nicht nur sein Amt als regierender Bürgermeister, sondern auch seine Rolle als Parteichef beenden. Dass die CDU an ihm festhält, zeigt vor allem eines: Es fehlt an Alternativen – trotz wachsender Kritik.






